Horus und die Philosophie – Odyssee 2020 CW32

9.August – seit Monaten, Wochen und Tagen brütete D über sein neues Buch „Die Augen des Horus“. Vorgestern sah er Licht im Tunnel – endlich durchgestoßen, dachte er. Dabei ging es nicht darum es fertig, sondern vielmehr es rund zu haben. Denn ähnlich wie Maler, die im Grunde ewig an etwas arbeiten können, weil sie sich ständig verändern, können Schreiberlinge ebenso ewig auf Worten, deren Inhalte und ihre offenen, sowie indirekten Botschaften herumkauen.

Viele Jahre traute D sich nicht all die vielen Buchstaben und Worte zu benutzen – viel zu gefährlich, dachte er damals. Irgendwann jedoch hatte er genug Mut gesammelt und fing an. Mittlerweile ist das über zwanzig Jahre her. Am Anfang schrieb er heimlich. Erst zum Jahrtausendwechsel fing er an darüber zu sprechen. Schreiben war D von jeher ein Bedürfnis, mindestens so wichtig wie Atmen!

Daher hatte D viele Gründe, sich auf ein weiteres Interview mit Frau Dr. Claudia Meyer-Paradiso zu freuen. Als Themen vorgesehen waren sein neues Buch und Literatur im Allgemeinen. D saß mit einem Becher griechischen Café, sowie seinem Headset bewaffnet vor dem Laptop und pfiff fröhlich vor sich hin. Fast ging ihm seine eigene gute Laune auf den Wecker, was auch seine Gesprächspartnerin bemerkte, die kurz darauf vor der Kamera auftauchte. (Kurz vor Beginn der Aufzeichnung verabredeten die zwei, dass sie sich in Interviews duzen – Anmerk.d.Red.)

CMP: Hi Don, dir schein es gut zu gehen, was ist passiert?

DT: Das dritte Buch ist endlich rund.

CMP: Was? So schnell? Wie ist das passiert?

DT: Keine Ahnung – vielleicht, weil ich es losgelassen habe.

CMP: Erzähl uns bitte mehr davon…..

DT: Wie fange ich an? Schreiben an sich ist eine ziemlich einsame Sache. Niemand kann einem dabei helfen. Auf der einen Seite ist es das was man braucht und will, auf der anderen Seite ist es auch ein Fluch, weil man ständig wie König Sisyphos alleine vorm Berg steht – das ist ziemlich zermürbend!

CMP: Wie sollen wir uns das vorstellen?

DT: Es kommt auf deine Absicht an: Was willst du schreiben? Wie soll es klingen? Willst du lediglich Worte und Inhalte transportieren, oder soll man auch zwischen den Zeilen lesen? Und dann ist da noch die Wahl der Sprache – sie alleine schon wählt die Leserschaft aus.

CMP: Natürlich, alles dreht sich um deine Zielgruppe……

DT: Diesen Begriff kannst du gerne in Zukunft ungenutzt lassen, der taugt nichts….

CMP: Warum? Mit Zielgruppe fängt doch alles an…..

DT: Nein, tut es nie! Das ist ein Begriff von Kaufleuten, die ein Produkt verkaufen, mehr nicht. Man will Eine Abschätzung haben, wie groß die Leserschaft ist usw. – es dreht sich immer um Geld und deren Wachstum – DAS ist aber das Gegenteil, von dem ich rede.

CMP: Wovon redest du, wenn nicht von Zielgruppe?

DT: Es geht darum, welche Bücher man liest und gelesen hat, welche Werte man besitzt, wie weit der eigene Horizont ist und wie wieviel Toleranz jemand in sich trägt.

CMP: Klingt komplex – hast du ein Beispiel?

DT: Meine Mutter hat mir zum Geburtstag das neueste Buch von Sebastian Fitzek geschenkt, das passenderweise auch so heißt. Bücher von Fitzek lesen sich aber ganz anders als zum Beispiel „Der Mann ohne Eigenschaften“ von Robert Musil.

CMP: Und das hat nichts mit Zielgruppe zu tun?

DT: Natürlich nicht, habe ich eben gerade erzählt. Wenn man jung und wenig belesen ist, dafür aber einen selten offenen Geist und Horizont besitzt, kann man durchaus Gedichte von Kavafis lieben – dafür braucht man aber bestimmte Werte.

CMP: Das finde ich spannend! Du leitest die potenzielle Lesbarkeit von Büchern auf die Werte der Leser ab?

DT: Natürlich! Poesie ist das höchste Gut der Menschheit – um so etwas überhaupt lesen zu können, muss man einen weiten Horizont, Toleranz, viel Fantasie und Leidenschaft für das Leben in sich tragen – nicht jeder hat das.

CMP: Ich ahne was du meinst, aber könntest du es noch etwas genauer beschreiben? Ich bin mir sicher, dass es nicht alle verstehen…

DT: Ich dachte, das ist schon genau genug – okay, vielleicht so, etwas plakativer: Ein Mensch für den eine Blume nur das ist, was er sieht, dem werden Gedichte nichts sagen. Man muss das Feinstoffliche um die Blume drumherum sehen – das kann etwas romantisch und herzergreifendes sein, man kann über Rosen so schreiben, dass man sein Herz auswringen möchte. Oder aber man sieht nur eine von Millionen Blumen am Wegesrand, an der man vorübergeht, ohne sie bewusst gesehen zu haben.

CMP: Warum können intolerante Mensch die Rose nicht wirklich sehen?

DT: Weil sie Augen haben, aber nicht sehen. Weil sie nicht verstehen, was Kunst ist. Als Franco, Hitler, Stalin und Mussolini bestimmte Kunst als „Entartet“ brandmarkten, war das ein Verbrechen gegen die Freiheit des Geistes. Man muss tolerant sein, um Kunst und Poesie zu ertragen. Wer jedoch kann tolerant sein und freiheitlich denken und andere einladen, Gleiches zu tun? Nur jemand, der ähnliche Werte hat. Kennst du viele Menschen, die heute Poesie lesen?

CMP: Leider nur wenige, muss ich gestehen, was im Grund genommen traurig ist.

DT: Deswegen ist auch die Philosophie das Wichtigste für mich im Leben. Ohne sie könnte ich nicht existieren. Sie ist mein Antrieb und Kompass hinter allem, auch beim neuen Buch, „Die Augen des Horus“.

CMP: Hast du Lust mehr darüber zu erzählen? Wovon handelt das Buch?

DT: Ich werde nicht direkt vom Buch reden, sondern werde es umschreiben, damit ich nicht Gefahr laufe, dir oder irgendjemand anderem die Neugierde zu nehmen. Wie nimmst du die derzeitige Weltwirtschaft war?

CMP: Ich muss gestehen, dass ich mich nicht genug damit auseinandersetze, um darüber fundiert zu reden.

DT: Natürlich, wer kann das schon, aber dennoch – versuch es mal, wie nimmst DU sie war?

CMP: Grundsätzlich gibt es reiche Industriestaaten und weniger reiche und dann gibt es natürlich aufstrebende und abstrebende Staaten – China ist gerade dabei, neue Weltmacht zu sein, wenngleich Indien, Russland und Europa auch irgendeine Rolle spielen, neben den USA, die gerade in einer Art Abwärtsspirale sind – aber was hat das mit deinem Buch zu tun?

DT: Es ist ein Finanz-Krimi, oder ein Thriller aus der Weltwirtschaft – daher meine Frage. Es geht in dem Roman dabei um eine zentrale Frage…….

CMP: Nämlich?

DT: Wieviel Gewissen bleibt jedem von uns?

CMP: Wie meinst du das?

DT: Kannst du ein 5€ T-Shirt kaufen, wenn du weißt, wo und für welchen Stundenlohn es gefertigt wird? Kannst du in einem Hamburger Supermarkt Knoblauch aus China kaufen, wenn du weißt, dass man ihn per Containerschiff hinbringt, während man mehr als genug davon in Südeuropa hat? Kannst du deine Bücher bei Amazon kaufen und dich gleichzeitig wundern, dass der Buchladen an der Ecke pleite macht? Kannst du all das, und vieles mehr mit deinem Gewissen vereinbaren?

CMP: Nein! Natürlich nicht – ich ahne worauf du hinauswillst, aber…….

DT: Nichts aber! Alle Menschen tragen Verantwortung. Wir können nicht einkaufen oder Waren konsumieren, ohne uns Gedanken zu machen, woher die kommen und uns dann hinterher über Konsequenzen wundern – wenn ich bei Internetgiganten kaufe, trage ich aktiv zur Arbeitsplatzvernichtung bei – deswegen haben ich meinen Verlag auch gesagt, dass wir meine Bücher NICHT bei Amazon verkaufen. Jeff Bezos ist der Tot für jeden Einzelhändler.

CMP: Und darüber handelt dein Buch? Von Arbeitsplatzvernichtung?

DT: Diese Frage lasse ich unbeantwortet, weil du alle Antworten in dir trägst.

CMP: Eigentlich dachte ich schon, dass wir ein wenig mehr darüber reden, aber ich verstehe, was du meinst. Und was kommt jetzt?

DT: Natürlich muss das Buch vom Lektorat abgesegnet werden und dann letzten kosmetischen Feinschliff erhalten – ich denke, dass es im September auf dem Markt ist.

CMP: Darauf freue ich mich – und was kommt dann?

DT: Dann kann ich mich endlich wieder der Philosophie zuwenden…..

CMP: Arbeitest du an etwas Konkretem?

DT: Ja, ich schreibe an einem Buch über die großen Themen.

CMP: Weißt du, wann du es fertig haben wirst?

DT: Nein, es hängt von Vielem ab. Auch, wer mich wie unterstützt und inspiriert. Deswegen muss ich auch nach Griechenland. Wie kann man über Philosophie außerhalb von ihrem Ursprung leben, gar schreiben? Ich überlege sogar, deswegen dort zu leben…

CMP: Das klingt spannend – wo würdest du in Griechenland leben?

DT: Ich habe drei Namen im Kopf: Athen, Peleponnes und Kreta. Mal schauen was es wird.

CMP: Willst du deinen Lesern auch heute etwas zum Schluss mitgeben?

DT: Fragt euch, ob ihr Wasser eines Flusses, oder Ufer des Selbigen sein wollt.

CMP: Poetische Worte zum Schluss. Vielen Dank. Was wirst du im Anschluss machen?

DT: Mir ein Glas Wein einschenken und dann etwas lesen und du?

CMP: Mittagessen zubereiten….

DT: Sehr gut….guten Appetit und hab noch einen schönen Sonntag.

CMP: Vielen Dank. Auf Wiedersehen.

 

Alles fließt – Griechenland Interview Teil2 – Odyssee 2020 CW31

2.August – aus vielen Gründen freute sich D auf das zweite Gespräch mit Perikles von Korinth. Einmal war da sein unsagbares Alter von 2700 Jahren, weswegen der alte Torwächter und Miterbauer des Diolkos vom Isthmus von Korinth eine schillernde Persönlichkeit war und Zweitens, weil seine Bemerkungen zur Handelsware Reisen und Fortsetzung der attischen Tragödie in der Neuzeit durch die Troika und später die Quadriga mehr als lapidare Bemerkungen, sondern handverlese Perlen aus der griechischen Geschichte blieben.

Nachdem D es sich mit einem großen Pott Tee und seinem Headset vor dem Laptop gemütlich machte, wartete er darauf, dass sich der antike Grieche einwählte. Nur wenige Sekunden später tauchte sein Gesprächspartner vor der Kamera auf.

DT: Giasas Perikles, wie geht es dir? Und vor Allem, was machen die Brände in Kechries?

PvK: Kalispera Dirk, gut soweit vielen Dank – sie sind zum Glück gelöscht worden!

DT: Das freut mich! Wollen wir heute unser Interview fortsetzen?

PvK: Können wir gerne machen.

DT: Ich würde gerne an deinen Kommentar von letzter Woche anknüpfen – jenen, indem du anmerktest, dass Griechenland von allen über den Tisch gezogen wurde…..

PvK: Was möchtest du wissen?

DT: Beschreib mir doch bitte, wie das gemeint ist.

PvK: Muss ich dir die ganze Geschichte, vom antiken Griechenland an beginnend erzählen, oder sind dir unsere vielen Nachbarn und all ihre damaligen Ambitionen geläufig, die uns in permanente Überlebenskämpfe verwickelten, so dass ich mich auf aktuelle Kriegsschauplätze konzentrieren kann?

DT: Konzentriere dich gerne auf die jüngste Vergangenheit.

PvK: Gut! Ich hatte vom indirekten Wegzoll gesprochen und dass es eine Form der Vergütung darstellt, weil Verreisen eine Ware ist, die damit abgegolten werden kann. Wenn man überteuerte Kredite angeboten bekommt, was moralisch unter Partnern und Freunden völlig verwerflich ist, zudem es nichts mit Solidarität zu tun hat, dann muss man seine Handelswaren neu sortieren – in unserem Fall ist unser Tisch, im Vergleich zu vielen anderen, reichlich gedeckt.

Jetzt die Hintergründe: Als man in 2010 das EU-Hilfspaket für unser Land schnürte, wollte Ministerpräsiden Papandreou das Volk darüber abstimmen lassen – was ein ziemlich natürlicher und demokratischer Schritt war, wenn man bedenkt, dass unser Volk auch die Kosten dafür tragen sollte. Diese Abstimmung wurde von der EU, allen voran Deutschland und Frankreich abgelehnt. Stattdessen setzte man uns unter Druck und erzwang eine Zusage zu dem Paket nach dem Motte, Vogel friss oder stirb – sprich, tretet sonst aus der EU aus.

DT: Das erinnere ich leider – dafür könnte ich mich heute noch schämen!

PvK: Lass dir keine grauen Haare wachsen……..

DT: Wie kannst du so gelassen bei dem Thema sein? Mir geht heute noch der Hut hoch……

PvK: Es muss wohl an unserer Vergangenheit liegen – wenn man sooft belagert, angegriffen und sich befreite wächst reichlich Resilienz – außerdem hat uns die Geschichte seit Jahrtausenden Recht gegeben – da kommt es auf ein paar müde Bürokraten mehr oder weniger nicht an, die meinen, sich gegen die Gesetze der Natur auflehnen zu können…..

DT: Du meinst Heraklits Grundsatz – alles fließt?

PvK: Natürlich! Man steigt niemals in das Gleiche Wasser und niemals an der gleichen Stelle zweimal. Wer nicht danach handelt, wird vom Verlauf der Natur verschluckt. Lass dir daher keine grauen Haare wachsen – konzentrier dich stattdessen auf das Wesentliche.

DT: Du hast Recht, Perikles! Außerdem kann ich ja selber etwas dagegen tun – zum Beispiel möchte ich meine Bücher ins griechische Übersetzen, damit lokale Buchhändler Geld verdienen können – ich möchte einen Beitrag leisten, statt mich über EU-Politik zu beschweren – Reden ist Silber, handeln ist Gold, lautet meine Devise! Außerdem ist das einer der Gründe, warum ich mich verpflichtet fühle die griechische Sprache zu lernen – aus Respekt, Anerkennung und Liebe zur griechischen Kultur!

PvK: Es rührt und freut mich sehr das zu hören.

DT: Danke! Aber wie könnte ich anders sein? Behandle die Natur und deine Mitmenschen, so wie du selbst behandelt werden möchtest…..

PvK: Natürlich – und so ist es auch mit Anderem – oft wird nicht erkannt, dass gegensätzliches in Wahrheit komplementäre Dinge sind, die einander bedingen – das Gleiche mit altem Wissen und Erfahrung – so gut wie immer sind Erkenntnisse schon mal dagewesen – sie gingen nur für lange Zeit verloren. Vermutlich ist das der Grund, warum ich so alt geworden bin…….

DT: Was kannst du den Menschen von Europa in Zeiten von Corona mitgeben? Was empfiehlst du?

PvK: Lebt im Jetzt, als wenn jeder Tag euer letzter ist. Schiebt nichts auf für später. Macht die Dinge die euch wichtig sind, jetzt, heute, sofort. Und blickt nicht zurück. Werdet, wer ihr immer gewesen seid!

DT: Herzlichen Dank, Perikles! So in etwa habe ich es auch vor Kurzem formuliert.

PvK: Gern geschehen. Weißt du schon, wann du nach Griechenland kommst?

DT: Ich hoffe sehr, dass Herbst klappt – wirst du dann in der Gegend sein?

PvK: Natürlich – wo soll ich hin? Hellas ist meine Heimat.

DT: Stimmt – außerdem, wie könntest du sein, wenn du nicht schon ewig gewesen wärest?

PvK: Ganz genau – irgendwann verstehen alle, dass sie selber alle Antworten in sich tragen.

DT: Richtig! Was wirst du jetzt im Anschluss machen?

PvK: Ans Meer gehen und du?

DT: Einen Schluck Wein nehmen und dann zu Bett gehen.

PvK: Das klingt gut – kalinichta

DT: Danke, du auch – bis bald.

PvK: Danke – Geia.

DT: Geia.

Gemütlich ging Don in die Küche und schenkte sich einen Schluck Wein ein und freute sich auf den nächsten Tag.

 

 

Tor zu Korinth – Griechenland Interview Teil1 – Odyssee 2020 CW30

21.Juli – eigentlich hatte D vor, nach Griechenland zu fliegen, genauer gesagt, nach Athen. Einmal, weil er dort eine inspirierende Philosophin hoffte, treffen zu können, und weil er Menschen, Sprache und Kultur für sein seelisch-spirituelles Gleichgewicht brauchte. Doch es sollte ganz anders kommen.

Nachdem D erfahren hatte, dass man zur erfolgreichen Einreise eine Applikation 48 Stunden vorher ausfüllen musste, um einen QR-Code für die Einreise zu generieren, was schwierig zu sein schien, weil es hauptsächlich Störungen gab, dass kaum jemand erfolgreich einen erhalten hatte, so dass nahezu jeder bei Einreise 500€ zahlen musste, wenn man den QR-Code nicht vorwies.

Sofort erkannte D, dass die Griechen den alten Brauch des Wegezolls neu ausgegraben hatten, um in Corona-Zeiten neue Stabilität und wünschenswerte Zukunftstrends vorzuschlagen und an zwei urzeitliche Bedürfnisse der Menschen erinnerten:

Handeln und Reisen.

Um diese alten Menschheitsträume nicht nur angemessen zu würdigen, sondern vor Allem, alle Herausforderungen zu verstehen und sie ausreichend zu beleuchten, hatte D einen Termin mit dem 2700 Jahre alten Torwächter von Korinth, der – wie sich später herausstellte – sogar den Bau des Diolkos am Isthmus von Korinth begleitet hatte. Perikles von Korinth hatte sich mittlerweile an die neuen Zeiten angepasst und vor kurzem ein Smartphone erworben.

Ganz angetan von den modernen Möglichkeiten, miteinander reden und sich dabei sehen zu können, ohne wirklich physisch präsent sein zu müssen, führte er den ganzen Tag Gespräche mit Freunden und Bekannten und erklärte ihnen in ausschweifenden Beschreibungen Bau und Funktionsweise des antiken Schiffkarrenwegs, der den Korinthischen mit dem Saronischen Golf verband.

D saß mit seinem zweiten Glas Rezina und seinem Headset vor dem Laptop und wartete darauf, dass sich der fidele Grieche einwählte. Kurz darauf tauchte sein Gesprächspartner vor der Kamera auf.

DT: Giasas Perikles, wie geht es dir?

PvK: Kalimera Dirk, sehr gut, vielen Dank – und selbst?

DT: Auch gut, danke – was macht so ein alter hochgestellter Amt und Würdenträger in Zeiten von Corona?

PvK: Oh, wenn ich ehrlich bin, ist es manchmal schwer zu wissen womit ich anfangen soll, weil es so viel zu tun gibt…..

DT: Ein wenig bin ich schon überrascht – nicht nur über dein Alter, sondern vor allem, was du so Vieles zu tun hast. Hat es eventuell mit den neuen Bestimmungen in Griechenland zu tun?

PvK: Hm, wie fange ich am besten an? Lass mich mal überlegen…….

DT: Nur zu…..

PvK: Alles fing damit an, dass die griechische Regierung mich bat, bei dem wieder ansteigenden Tourismus über Möglichkeiten nachzudenken, die ansteigenden Kosten zu begleichen – UND – aus meiner Sicht viel wichtiger, den Wert des Reisens zu erhöhen.

DT: Wie soll ich mir das vorstellen?

PvK: Ganz einfach – früher nannte man so etwas Wegzoll. So etwas hat es schon damals zu meiner Zeit gegeben. Damals hatte ich jedoch viel weniger zu tun, weil man weniger reiste als heute. Man war ja froh wenn man genug zu essen hatte und halbwegs gesund war.

DT: Warte mal Perikles: Du willst mir sagen dass die griechische Regierung heute wieder Wegzoll von mir verlangt, so wie im antiken Griechenland und die Idee dazu kommt von dir?

PvK: In aller Bescheidenheit – ja – von mir. Wurde ja auch höchste Zeit……!

DT: Wie bitte? Du willst mich auf den Arm nehmen…..

PvK: Überhaupt nicht – im Gegenteil!

DT: Was? Wir leben in Europa – wir sind gewohnt frei herumzureisen, wohin wir wollen – seit wann ist es richtig, Wegzoll dafür zu verlangen?

PvK: Es ist unsere einzige Einnahmequelle die wir haben – und mit Verlaub müssen wir auch von etwas leben. Wer soll all die vielen Wege warten und instand setzen, die Touristen benutzten? Früher konnten auch nur diejenigen reisen, die Handel betrieben. Reisen ist eine Ware wie jede andere.

DT: Okay, einverstanden – aber warum macht ihr das nicht auf offene Art und Weise, so dass man weiß, wofür und vor Allem – WAS – man da bezahlt…..

PvK: Weil alle wie du reagieren – mit Unverständnis und langen Debatten, die am Flughafen nur für lange Schlangen sorgen, die in Wahrheit niemand will.

DT: Wow – eine heftige Antwort – heftig an Ehrlichkeit, meine ich!

PvK: Warum? Alles dreht sich um Handel – und das seit es Menschen gibt. Was ist daran heftig?

DT: Vielleicht ist es die Art und Weise, wie ihr das macht – eventuell stoße ich mich daran, dass man es so versteckt macht – muss was mit meinem Charakter zu tun haben.

PvK: Es ist doch in Wahrheit nicht versteckt, sondern das Gegenteil…….

DT: Was? Nun mach mal halblang……

PvK: Okay Don, bei dir muss ich offensichtlich ein wenig mehr ausholen…..

DT: Ich bitte drum, Perikles – übrigens, wieso sprichst du so akzentfrei Deutsch?

PvK: Danke – ich habe viele Jahrzehnte in Deutschland gelebt…

DT: In welcher Zeit, wenn ich fragen darf?

PvK: In verschiedenen – immer dann, wenn es in Hellas wenig zu tun gab…..

DT: Ich bin beeindruckt.

PvK: Also – im antiken Griechenland gab es die ersten Grenzwachen – ich war so einer. Droben in den Bergen zwischen Korinth und Kechries. Dort gab es überall Mauern und nur an wenigen Stellen ein Tor. Nachdem wir merkten, dass es in den Bergen wenig Verkehr gab, bauten wir unsere Zollstelle am Isthmus auf. Das war noch bevor man die Idee vom Diolkos hatte.

Anfangs konnte ich das alleine meistern, aber als wir merkten, dass sich die Beziehungen zwischen Sparta und Athen verschlechterten, wussten wir, dass es bald zum Krieg kommen musste. Von da an verstärkten wir die Zollübergänge, doch hatte das auch Vorteile für die Handeltreibenden – denn durch uns gab es mehr Sicherheit. Von da an konnten alle Händler leichten Herzens reisen und mussten nicht mehr riskieren, an jeder Ecke wie ein Weihnachtslamm ausgenommen zu werden.

DT: Beeindruckend, dass du das alles noch erinnerst – und einleuchtend ebenfalls, warum aber denkst du, dass diese antiken Methoden, jetzt wieder die Richtigen sind? Warum erhebt ihr nicht ganz einfach wieder euren Wegzoll – ohne Corona und den fadenscheinigen QR-Code? Warum das Versteckspiel?

PvK: Weil man große Veränderung langsam einführen muss – man kann nicht einfach Wegzoll erheben, nicht mal im antiken Zeitalter. Auch ich habe damit langsam begonnen. Du musst die Menschen langsam daran gewöhnen, sonst gibt es Tumult in den Schlangen am Grenzübergang oder heute am Flughafen.

DT: Nur deswegen die fehlerhafte App, um über den wahren Grund hinwegzutäuschen?

PvK: Natürlich! Jedes Kind entwickelt dir in Windeseile eine perfekte und fehlerfreie App – für eine fehlerhafte App musst du dich anstrengen – das musst du schon in Auftrag geben – zumal man ja nichts ändert oder verbessert wenn man zahlt. Nein, Wegzoll ist der einzige Weg, eine Reise aufzuwerten, besonders, wenn du ein Land besuchst, dass man so oft über den Tisch gezogen hat, wie Griechenland.

DT: Warte, was meinst du, Perikles?

PvK: Na, ich meine die EU und insbesondere Deutschland……..!

DT: Kannst du das eventuell etwas genauer ausführen?

PvK: Beim nächsten Mal – für heute würde ich gerne Schluss machen. Es ist Mittagszeit.

DT: Wie bitte, um 16:00 Uhr?

PvK: Natürlich, wann sonst?

DT: Okay, was machst du danach?

PvK: Eine Siesta und du?

DT: Ich auch – ich esse übrigens auch erst jetzt.

PvK: Hast du dir griechische Essenszeiten angewöhnt?

DT: Sozusgane – mach es gut, Perikles – bis nächsten Sonntag.

PvK: Danke, du auch – Geia.

DT: Geia.

Don ging nachdenklich in die Küche und war überrascht von der Wende in der Europapolitik und schenkte Rezina nach, um anschließend griechischen Yoghurt zum Mittag zu essen.

 

 

Toulouse – Interview Teil4 – Odyssee 2020 CW29

Am 14.Juli – am Tag der Bastille, flog D zurück nach Toulouse. Nachdem er sein Motorrad am Flughafen bestieg, um in den alten Stadtkern zu reiten und ein paar Waschmaschinenladungen zum Trocknen aufgehängt hatte, kam eine Nachricht aus dem Lektorat seines Verlags. Man hatte dort die ersten 50% seines Finanzkrimis bearbeitet, war grundsätzlich zufrieden, wenngleich es ein paar Anmerkungen gab, die auch D berechtigt schienen, auf denen er dennoch länger als üblich herumkaute.

Auch stand das nächste Telefonat mit Frau Dr. Claudia Meyer-Paradiso an, um das Interview fortzusetzen. Wie sich schnell herausstellte, sollte ihr Gespräch eine kleine Kehrtwendung nehmen. Es kamen mehrere Dinge zusammen, so dass sie die kritische Masse schneller als erwartet erreichten, so dass D ständig am Rande des brodelnden Vulkans entlangbalancierte, mit dem permanenten Gedanken, sich in den glühenden Schlund zu werfen.

D saß mit Rosé-Wein, Zigarette, sowie seinem Headset bewaffnet vor dem Laptop und grummelte vor sich hin, während er sich einwählte. Kurz darauf tauchte seine Gesprächspartnerin vor der Kamera auf.

CMP: Hallo, wie geht es dir?

DT: Ich bin wütend, danke – und selbst?

CMP: Was? Wieso denn das? Was ist passiert?

DT: Willst du es wirklich wissen, oder bekomme ich gerade ungefragt Mitleid von dir?

CMP: Ich würde es gerne wissen! Warte mal, könnten wir es eventuell als Teil des Interviews sehen?

DT: Warte, warte – okay, warum nicht. Ich bin die ewigen Schichten leid. Lass uns loslegen.

CMP: Was für Schichten meinst du?

DT: Na welche schon, Anstand, Höflichkeit und all das andere. Bist du bereit ein pures, ungefiltertes Interview zu erleben?

CMP: Klar, lass es uns versuchen. Wir sollten aber ein Zeichen verabreden, wenn wir ein Timeout brauchen, damit man den anderen nicht überfordert – einverstanden?

DT: Gute Idee! Lass uns den Satz von Balou dem Bären aus dem Dschungelbuch nehmen „Versuchs mal mit Gemütlichkeit!“ – okay?

CMP: Haha, Klasse Idee. Let’s go! Hallo Herr Tango, aus gegebenem Anlass lassen wir heute die auflockernden Fragen weg und fangen direkt an. Wie geht es ihnen?

DT: Ich bin wütend!

CMP: Warum, was ist passiert?

DT: Vor der C-Krise schienen die Leute kalkulierbar zu sein. Man wusste irgendwie was sie mochten. In Deutschland zum Beispiel mochte man schon immer gerne Krimis. Danach kamen dann Geschichten aus dem zweiten Weltkrieg, mit oder ohne Familie und wenn Daniel Kehlmann und die anderen neue Romane von der Leine ließen, trieb man die durch die Hitlisten, bis das Jahr rum war; alles war beschaulich, wie in einem kleinen Märchen aus 1001 Nacht, so wie im Auenland.

CMP: Und heute nicht mehr?

DT: Nein, natürlich nicht! Überall regiert Angst und Furcht. Alles bleibt zuhause, jeder kocht in seinem eigenen Käfig vor sich hin und verkümmert, ohne es zu merken.

CMP: Und wieso betrifft Sie das?

DT: Weil das meine Mitmenschen und Leser sind. Ein Buch in Erzählform bezieht ganz besonders die Fantasie des Lesers mit ein. Man muss genug Details geben, um Spaß am Lesen zu haben, aber nicht zu viele, damit der Leser seinen eigenen Film drehen kann. Aber ich kenne deren Bedürfnisse gar nicht mehr. Es ist wie einen zu langen Brief an einen Unbekannten schreiben.

CMP: Aber ist das nicht spannend? Warum sind sie deswegen wütend?

DT: Weil die Menschen gebrainwashed sind! Niemand setzt sich mit der aktuellen Lage auseinander. Niemand begehrt auf, bei der permanenten Negativpresse. Ich fühle mich massiv in meinen Freiheitsrechten beschnitten, weil diese bescheuerte Fürsorge der Staaten uns noch unfreier macht, als schon zuvor. Es ist mein verdammtes Recht selbst zu entscheiden wie lange ich leben will! Wenn ich keine Lust mehr habe, dann gehe ich wann ich will. Wenn ich mich daher von einer Brücke schmeiße, wird das niemand verhindern, aber diese schwachsinnigen Vorsichtsmaßnahmen sind wie Fangzäune, die man über jede Brücke spannt, damit sich niemand runterstürzt, zum Kotzen!

CMP: Entschuldigen Sie mal, was hat das mit ihrem Buch zu tun? Und ganz unabhängig davon, was ist mit den vielen Corona-Toten? Die sind doch kein Fake?

DT: Ich werde mich in Sachen Corona-Statistiken nicht äußern; erinnern Sie sich an unsere Einkaufsliste von letzter Woche?

CMP: Natürlich, aber was hat das mit……

DT: Alles! Handeln Sie danach?

CMP: Wonach?

DT: Nach ihrer Liste!

CMP: Ähm, war die nicht fiktiv?

DT: Sehen Sie das Problem nicht klar vor sich?

CMP: Ich glaube nicht, was hat das mit ihrem Buch…

DT: Natürlich alles! Wenn Sie ständig fiktive Listen machten, wann machen Sie dann ihre Echte? Und wann fangen Sie endlich an, danach zu leben?

CMP: Ist das nicht meine Privatsache? Was hat das mit ihrem Buch……

DT: Verdammt noch mal, das ist es doch! Alle Menschen sind zurzeit Blätter im Wind. Niemand hat mehr seine Vision vom Leben. Aber ohne die, bleibt man eben anfällig für Alles und genauso sieht es ja aus. Schauen Sie sich doch mal die Nachrichten und die Politiker an – die haben aus braven Bürgern Europas einen Haufen ängstlicher Schafe gemacht. Alles kann man ihnen vorsetzen, sie löffeln brav den Nachrichten-Trog leer und warten, bis er wieder gefüllt wird. Nicht dass es vorher besser war, aber zumindest schienen sie nicht ständig ängstlich zu sein; irgendwie hatte jeder seinen Roten Faden, verstehen Sie?

CMP: Natürlich, aber noch einmal, was hat das mit Ihrem Buch zu tun?

DT: Jetzt fangen Sie an mich aufzuregen – Sie drehen sich im Kreis……

CMP: Den Eindruck habe ich eher von Ihnen…….

DT: Merken Sie etwas? Sie lassen mein Argument gar nicht erst an sich ran, stattdessen reagieren Sie nur verteidigend, oder nennen wir es ablehnend……es geht nicht um mich, sondern um Sie und die Anderen, verstehen Sie?

CMP: Nein, wenn ich ehrlich bin nicht so richtig……

DT: Okay, also: Es geht mir NICHT darum, dass ich die Bedürfnisse des Lesers nicht kenne; die kannte ich vorher auch nicht richtig, aber da war der Leser standfester und traute sich mehr. Es geht darum, dass ich ausschließlich Dinge schreibe, um Menschen zu bewegen. Wenn die Menschen das aber nicht mehr wollen, weil sie durch die derzeitige Corona-Krise an einem „Wohlfühldefizit“ leiden, dann hört morgen eben keiner mehr die Egmont-Ouvertüre, sondern stattdessen Schlagermusik und liest nur noch Liebesromane mit Romantikgarantie, die verlässlich schön und leidenschaftlich enden.

CMP: Aber wie kommen Sie darauf, dass es so ist?

DT: Weil uns Menschen die ganze Zeit Märchen erzählt werden, die wir brav glauben; niemand ist mehr an konkretem Wissen interessiert. Niemand zweifelt und ist neugierig und nutzt seinen gesunden Menschenverstand. Es ist so, als würde man ihnen im Restaurant Tische zum drauf sitzen geben und einen großen Stuhl, auf dem man das Essen serviert und niemand fragt sich, ob nicht etwas verdreht ist.

CMP: Okay, ich ahne worauf Sie hinauswollen, aber…….

DT: Nichts aber! Wir richten das Spotlight ausschließlich auf das Negative, weil es auch mehr Aufmerksamkeit bekommt als das Gute! Es gibt mehr Klicks bei Horrornachrichten, als bei Friede-Freude-Eierkuchen. Wir selbst sind die Quelle für den Bordelle, weil wir Blätter im Wind sind.

CMP: Einverstanden, aber wie ändern wir das?

DT: Jeder einzelne muss den Antrieb haben, die rote Pille zu nehmen!

CMP: Sie können nichts dazu beitragen?

DT: Wollen Sie mich auf den Arm nehmen? Meine Bücher tun ausschließlich das!

CMP: Dann haben Sie doch alles richtig gemacht, oder nicht?

DT: Wenn Sie zu den Wenigen zählen, die ihre Freiheit der Sicherheit vorziehen, wohin wollen Sie gehen und wie wollen Sie leben, wenn Ihre Umgebung so geartet ist, wo, frage ich Sie?

CMP: Eine schwere Frage, aber sind wir nicht ein wenig von Ihrem dritten Buch abgekommen?

DT: Es geht doch nicht nur um mein Buch, es geht darum, dass man nicht zurück kann……

CMP: Sie meinen, wenn man die Rote Pille genommen hat, kann man nicht…?

DT: Natürlich! Wer bereits auf dem Rand des brodelnden Vulkankraters wandelt, der tut sich schwerer zurück ins Tal zu gehen, anstatt zu springen, wie es der große Empedokles getan hat.

CMP: Wollen Sie springen?

DT: Meine Arbeit ist noch nicht getan. Aber zur Zeit habe ich das Gefühl, dass der Krater täglich höher wird, auf dem ich stehe. Deswegen bin ich wütend, weil meine Mitmenschen am Fuße des glühenden Schlundes dafür sorgen könnten, dass er nicht weiter wächst, doch er sprießt in die Höhe wie ein Pilz, obwohl ich mich kaum bewege – DAS lässt mich verzweifeln und meine Haare raufen.

CMP: Wie geht es ihrem dritten Buch?

DT: Gut! Ende kommender Woche sollte es komplett sein. Es ist auf jeden Fall für eine breitere Masse gedacht, daher ringe ich auch so mit mir. Ich hatte dem Projekt vor vielen Jahren zugestimmt – ich kann mich nicht aus der Verantwortung stehlen, so wie es Politiker und Vorstände machen – also ringe ich solange mit mir, bis es fertig ist.

CMP: Sie versprechen, nicht in den Vulkan zu springen?

DT: Ich verspreche gar nichts, aber ich habe bereits gesagt, dass es viel zu tun gibt, weswegen jetzt noch nicht die Zeit dafür ist.

CMP: Was können Sie Ihren Lesern heute zum Schluss noch mitgeben?

DT: Macht eure Einkaufslisten und lebt danach, so gut es geht.

CMP: Das ist alles?

DT: Das ist bereits mehr als genug. Wer danach lebt, der ist nicht mehr Blatt, sondern wurde zum Wind.

CMP: Ein schöner poetischer Schluss.

DT: Danke.

CMP: Gerne! Haben Sie vielen Dank Herr Tango. Was werden Sie im Anschluss machen?

DT: Mein Glas nachschenken, mich kurz in die Sonne legen und dann schreiben und Sie?

CMP: Meine Einkausliste machen und einen Apéro zu mir nehmen….

DT: Sehr gut….dann santé.

CMP: Auf wiedersehen.

D legt auf, modifiziert nicht seine Reihenfolge und schreibt später an seinem Finanzkrimi weiter.