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Corona und Verschwörungen – Odyssee 2020 CW22

Pfingst-Sonntag, 14.45 in Saint Germain du Puch – D saß im Garten seines Freundes K und genoss die südfranzösische Sonne. Ein großes Glas Rosé leistete ihm dabei erfrischende Gesellschaft, während D den gestrigen Abend Revue passieren ließ.

Jay-Bee, ein gemeinsamer Freund kam gegen Abend vorbei, was den weiteren Verlauf nicht nur kurzweiliger, sondern auch umso lehrreicher machte. Letzteres, weil Jay-Bee nicht nur ein talentierter und erfahrener Winzer, sondern, weil D ihn immer als sehr belesen und gut informiert erlebte.

Nicht nur die Tatsache, dass Jay-Bee ein konsequenter Umsetzer der biodynamischen Lehre Rudolf Steiners ist, was sich jedes Jahr in leckeren Rotweinen wiederspiegelte, inklusive seiner zufriedenen Anhänger, sondern auch seine Fähigkeit, aus vermeintlich einfachen Gegebenheiten, eine komplexe vierdimensionale Realität zu erschaffen.

Am gestrigen Abend bekam D reichlich neues Wissen eingeschenkt, sowie die beeindruckende Erkenntnis, dass wirklich alles miteinander verbunden ist.

Langsam dämmerte D, dass Corona kein zufällig entstandenes Virus, sondern eine Geheimwaffe ist, die weitsichtige Chinesische Forscher intelligent eingesetzt hatten, um dafür zu sorgen, dass es den reichen europäischen Staaten an den Kragen ging – wie sich immer mehr herausstellte, gleich doppelt und dreifach. D faszinierte Jay-Bee’s Scharfsinn, wie er virtuos komplexe Zusammenhänge erkannte.

Natürlich war absehbar, dass jeder einzelne EU-Staat seine Grenzen eigenmächtig schloss und damit den eigenen Bankrott beschleunigte – schnell wurde ersichtlich, dass dahinter die reichen Eliten steckten, angeführt von Bill Gates und der WHO.

Doch diese Tatsachen verblassten vollständig, nachdem die Gemeinschaft einige Flaschen Wein intus hatte und Jay-Bee mit detaillierten Ausführungen zur Wahrheit über Hitler und den USA begann. Jay-Bee konnte fundiert und eindeutig herleiten, viel beeindruckender, er schien physische Beweise zuhause zu haben, dass in Wahrheit die USA hinter Hitler steckten; man hatte sich die ganze Sache mit Braunau und dem abgelehnten Kunststudium ausgedacht, wie er farbenreich schildert. In Wirklichkeit hatten die Geheimdienste der USA ihn aufgebaut.

D nippte an seinem Rosé und erkannte messerscharf, zwar verspätet verglichen zu Jay-Bee, aber immerhin, dass Adolf H eine Art Geheimdienst-Angestellter gewesen sein musste, vermutlich mit Personal-Nummer und Gehaltszettel. – Wer war dann sein Vorgesetzter? fragte sich D – der amerikanische Präsident Roosevelt, oder einer der Direktoren von NSA, FBI oder CIA? D wusste es nicht – noch nicht!

Doch eins war D klar:

Er würde nicht ruhen, bis er den ganzen Zusammenhang herausfand und verstand, warum auch Stalin, dazugehörte, wie Jay-Bee gegen Mitternacht, bedeutsam zum Ausdruck brachte. Sein immer breiter gewordener Entre-deux-Mer-Slang machte das herausfischen von klarverständlichen Fakten zum wahren Abenteuer, dass D irgendwann nach drinnen ging, um eine Angel zu holen.

Als D dann seine Vermutung mit den zwei vertrauten Freunden teilte, dass Pfingsten, in Wahrheit ein Fest des Teufels sein musste, was D gekonnt damit belegte, weil das Wort Pfingsten aus dem griechischen, nämlich von Pentikosti kommt, woran man sofort Teuflisches erkannte. Penti = Pentagramm = Zeichen des Teufels und dass die ganze christliche Kirche in Wahrheit eine Luziferische ist.

Nachdem die Gemeinschaft sich gegen 01:30 nachts mit Argumenten in den Armen lag, fragte D sich beim Nachschenken, ob Hitler und Stalin Gehaltserhöhungen, so wie ihre Kollegen, bekommen hatten; ob es zu der Zeit Team-Booster gab? D wusste es nicht – nahm sich aber vor, alles herauszufinden.

Nachdem D am Pfingst-Sonntag weiter am dritten Buch arbeitete, fragte er sich – war es wirklich reiner Zufall war, dass sein Rosé alle war? Steckte am Ende viel mehr dahinter? Konnte er sich wirklich sicher sein? D wusste es nicht.

Nach und nach schob er diese Frage in den Hintergrund, weil er sich vielmehr begann damit zu beschäftigen, ob er in zwei Wochen, wie geplant, zur Heimat fliegen konnte, oder ob auch Mallorca von außerirdischen Echsen und deren Superkräften beherrscht war.

Man hörte doch so viel von abgewiesenen Touristen.

Doch wie sollte das gehen? Man landete, stieg aus dem Flugzeug und dann was? Wurde man dann vom spanischen Geheimdienst in Empfang genommen? Kam man in ein Flughafen-Gefängnis, eine Art spanisches Guantanamo-Bay, bis man einen ungewollten und verfrühten Rückflug erstanden hatte?

Befanden sich diese Gefängnisse am Flughafen? Waren es Provisorien, solche Blech-Container? Mussten die im Sommer nicht unmenschlich heiß sein? War das die Bestrafung für verfrühte Eingereiste? D wusste es nicht – noch nicht!

Das einzige, was er wirklich wusste, war, dass er jetzt aufstehen und nachschenken musste – mochten Hitler, Stalin und Bill Gates auch zur gleichen Elite zählen, die die Menschheit versklaven und unters Joch bringen wollte.

D wusste nicht warum sie das wollten – noch nicht – doch er würde alles tun, um es herauszufinden und keine Ruhe geben, bis die ganze Wahrheit ans Licht kam.

Doch unabhängig von all seinen Recherchen, nahm D sich weiterhin vor, das Leben weiterhin zu genießen, mochte die ganze Menschheit irgendwann, in ferner Zeit, zur Hölle fahren.

 

 

Corona – Countdown für die Freiheit – Odyssee 2020 CW18

Systemrelevant wird vermutlich das Unwort des Jahres 2020. Virologie folgt vermutlich auf dem Fuße. Achtsamkeit, Müßiggang und Kommunikationswirksamkeit sind dagegen im Aufwind. Besonders Letzteres, weil es niemand kennt – noch nicht!

Es ist ein Produkt meines äußerst geschätzten Monsieur Thalamus, der, wie bereits mehrmals in einem Nebensatz erwähnt, der wahre Chef meines Selbst ist.

Während ich heute beim Frühstück saß, dachte ich darüber nach, was ich eigentlich über die derzeitige Situation weiß; im Grunde wenig. Ich weiß, dass ich, weil ich in Toulouse lebe, bis zum 11.Mai zuhause bleiben muss, um die Ansteckungsgefahr und Verbreitung des Corona-Virus einzuschränken. In Wahrheit ist das alles was ich wirklich weiß. Denn wenn ich mir im Fernsehen Informationen holen will, bin ich hinterher sogar noch weniger schlau, als vorher.

Wie kommt das?

Nun, zuerst muss man eingestehen, dass man in Frankreich ungern auf den Punkt kommt; das ist einfach nicht der Charakter der Sprache; sie umkreist gern, oft klingt sie auch elegant dabei. Ein Beispiel:

Wenn Emanuel Macron seine nächste Rede in Griechisch hält, dann werden ihn wenige Landsleute verstehen, vermutlich niemand. Wenn ein Offizier der deutschen Bundeswehr seine Kompanie antreten lässt und ihnen in perfektem Französisch zuruft stramm zu stehen, sich bei eins um 180 Grad zu drehen, so dass ihn alle nur noch mit dem Rücken ansehen, dann langsam und bedeutsam von drei langsam runterzählt, dann wird mit größter Wahrscheinlichkeit, der arme Offizier in die gleichen Visagen blicken, wie vor dem Befehl – es wird ihm ähnlich gehen wie Manu.

Oder In anderen Worten – Kommunkikationswirksamkeit ist das Verhältnis zwischen den zu platzierenden Botschaften und der nachweisbaren Umsetzung und Verstoffwechselung. Eins oder 100% ist das anzustrebende Ziel, was meiner Erfahrung nach, nur sehr wenige dauerhaft erreichen. Manche scheitern ihr Leben lang daran, es ein einziges Mal zu erreichen.

Ganz entscheidend ist die Wahl des Mediums. Wenn man mehr als tausend, wenn man vielleicht ein ganzes Volk ansprechen will, zum Beispiel die Bürger der fünften Republik, dann bleibt einem nur das Fernsehen. Ganz besonders wichtig ist, dass man nicht zu viele Botschaften platziert; unverzichtbar ist ebenfalls, dass man sich nicht widersprechen darf, oder zumindest eine gewisse Zeitspanne zwischen widersprüchlichen Botschaften setzt.

Wenn man heute Informationen herausgibt, wie man nach dem 11.Mai in Frankreich als Bürger und Einwohner vorzugehen hat, ist es wichtig, das man wenig Raum für Interpretationen lässt und, wie schon erwähnt, sicherstellt, dass die Botschaften aufeinander aufbauen und nicht Gegenteiliges beinhalten. Mein Lieblingsbeispiel ist das mit der Liebe:

„Schatz, ich liebe dich!“ Versuch eins lässt keinen Raum für Interpretation.

„Schatz, ich glaube, ich liebe dich!“ V2 beinhaltet reichlich Raum für Spekulation.

Wenn man sich für V1 entschieden hat, weißt du, dass dein Gegenüber das verstanden hat, unabhängig davon, ob sie / er ähnlich oder gar gleich empfindet. Um jemanden zu lieben braucht man nicht dessen Einverständnis; jenes braucht es nur, wenn man eine Beziehung aufbauen / erhalten will.

Wenn ich also heute sage „Ich liebe dich!“ und eine Woche später, „Ich liebe dich nicht!“ dann ist das absolut gegensätzlich, weswegen der Empfänger irritiert sein wird, mit völlig offenem Ende, was er damit macht.

Dass wir uns schwertun, diesem einfachen Beispiel Folge zu leisten, besonders in Stress.- und Krisensituationen, ist natürlich. Zumindest sollten wir versuchen, regelmäßig daran zu denken und anstreben, es immer zu beherzigen, weil man sonst Chaos erzeugt.

Wenn man jedoch den Anspruch hat, eloquent, charmant und mit reichlich Pathos und barocker Eleganz zu parlieren, dann wird es ungleich schwerer, das Kommunikationsziel im Auge zu behalten, davon ausgehend, dass man eines hat.

Natürlich wechselt man ständig zwischen verschiedenen Kommunkationstilen; mit seinem Partner spricht man anders, als mit Untergebenen, Kollegen, Mama und Papa; ähnlich ist es mit den Inhalten; jemanden lieben sagt vor Allem etwas über die Art und Weise aus, wie das geschieht, ähnlich wie in der Kommunikation.

Meinen Partner liebe ich anders als Eltern und Geschwister, obwohl es das gleiche Wort ist. Wenn ich meine Freiheit wieder haben will, dann bedarf es dafür konkrete Schritte. Ist die Wirksamkeit meiner Kommunikation gegeben, komme ich ans Ziel.

Ich gebe zu, dass eine rein funktionale Sprache, sehr militärisch und unangenehm klingt; natürlich würze ich meine Eigene auch reichlich, dass man manchmal vor all dem Stuck und der Zierde, angeblich, kaum noch den wahren Inhalt erkennt; nehme ich das rechtzeitig wahr, kann / muss ich reagieren.

In Frankreich habe ich zur Zeit den Eindruck, dass man nicht merkt, dass man seine Kommunikation etwas an die Krise anpassen muss; man macht im gleichen Stil weiter und erkennt nicht, dass man selber die Quelle ist; ich will mitnichten sagen, dass Ergebnisse und Wirksamkeit dem Zufall überlassen werden, aber den Eindruck bekommt man; sollte das unbewusst oder bewusst so sein, dann verstehe ich den Auftrag der Akademie Francaise – dann ist es in der Tat wichtig, dass man dies Kleinod vor der globalen Außenwelt schützt.

Und wenn das für die Sprache gilt, dann vermutlich auch für die Republik und seine Bürger; dann ist Macron auf die gleiche Begeisterung reingefallen, mit der er sich selber berauscht; dann ist die Quintessenz kompakt zusammengefasst:

Man findet so einen forschen & schnittigen jungen Mann toll, besonders in so einer Rolle als Präsidenten und selbstverständlich hörten sich seine Ziele damals toll an, was aber eben noch lange nicht heißt, und genau darin liegt die Falle, in die beide Seiten getreten sind, dass man all diese schön klingenden Dinge einer möglichen Zukunft in seiner Realität wiederfinden will!

In Wahrheit will man in Frankreich, dass alles bleibt wie es ist; Apéro, la cuisine Francaise, l’Amour toujour und das wars. Und wenn manche jetzt die Nase rümpfen, stelle ich mich ohne Furcht hin und frage – ja warum denn nicht! Warum soll das nicht langen? Was mehr braucht es im Leben?

Wenn also alle im Theater ihre Rolle spielen, jene auf der Bühne und die Zuschauer, dann ist doch allen geholfen, oder habe ich etwas vergessen? Oh-ja, etwas ganz Entscheidendes, nämlich dass es nicht alle Nachbarn verstehen. Manchmal sogar nicht einmal die eigenen Politiker – vielleicht fühle ich mich hier deswegen so wohl – weil ich hier meinen Müßiggang pflegen kann und ein gewisses Maß an Freiheit erspüre – umgeben von einer Sprache, die das Vehikel, das Medium, dieses Gefühls ist.

 

Katalysator Corona – Erschaffen einer Vision? – Odyssee 2020 CW17

Mischen – wir Menschen neigen dazu alles miteinander zu vermischen. Ich finde das ganz schön, weil man zum Beispiel in der mediterranen Küche tolle Gerichte damit zaubert, Paella fällt mir da so ad-hoc ein. Weniger Mediterran, dafür aber nicht weniger gehaltvoll kommen Bouillabaisse und Eintöpfe daher. Sie sind weitere schöne Beispiele, wie wir Vieles miteinander zu etwas Neuem und äußerst Leckeren vermischen – einfach wunderbar!

Im Moment erleben wir noch das Corona-Zeitalter. Auch dort vermischen wir reichlich miteinander, zum Beispiel Fakten mit Annahmen; Einschätzungen und Voraussagen mit Anweisungen und Direktiven; Visionen mit Wahrscheinlichkeiten und Wissen mit Furcht. Manche Überbringer von Botschaften konzentrieren sich auf einzelne Felder und Gruppen, während manche nicht einmal davor zurückschrecken, wie ein wild gewordener Alchimist alles zusammen zu kippen, in der Hoffnung, es wird so schlimm schon nicht sein.

Für all dies braucht es Mut, Entschlossenheit, aber teilweise auch Rücksichtslosigkeit, Kalkül und reichlich Egoismus, oder kurz, alles, was uns Menschen liebenswert und einzigartig, in der Welt der Säugetiere macht.

(Anmerkung des Autors: Mitnichten geht es darum, Trauer, Tragik und die Gefährlichkeit des Corona-Virus auszublenden, oder gar zu ignorieren, mitnichten; ich möchte viel mehr dazu einladen, dass es uns auch später gelingt, die gleiche Erschütterung bei all den weiterhin anfallenden Toten durch Krieg, Hunger, Heimatverlust, Krankheit oder Rassenhass und Apartheit zu empfinden und nicht in ein „Business-as-usual“ zurückzufallen.)

Dass wir alle die Tendenz dazu haben, erkennen wir schon an der Ungewöhnlichkeit, dass offenkundig die Mehrheit durch alle Ebenen hindurch nicht erkennt, dass wir schlicht Prozesse und Methoden vermischen, nicht aber verschiedene Objekte. Das ist ungefähr so, als wenn man drakonisch genau beschreibt, wie man pürierte Kartoffeln, gebratene Kartoffeln, Pommes Frites, Kartoffelsuppe, Salzkartoffeln und Kartoffelklöße herstellt, inklusive einer App, die zeigt, wer alles Kartoffeln in der Küche hat, inklusive verwendeter Rezepte, damit Mitbürger und Nachbarn Bescheid wissen, wann der Betroffene zurück auf vorgeschriebene Werte kommt.

Eine weitere anregende Allegorie ist jene mit dem geliebten Auto – seit „Neuestem“ sind auch deutsche Autobauer auf der Elektro.- der Alternatives-Auto-Schiene, wo man mit umweltfreundlichen Medien versucht Individual-Mobilität anzubieten, aber nach wie vor unfähig geblieben ist, die Absurdität zu bemerken, einen 2,5 Tonnen SUV auf Elektrobetrieb und grünen Daumen umzustellen und diese Innovation allen sehr gut verdienenden Frauen und Männern anbietet und nicht realisiert, wie groß der Elefant ist, der im Porzellanladen der deutschen Auto-Industrie steht. Immerhin werden Satiriker dadurch jahrelang Arbeit bekommen – zumindest dass, ist eine gute Nachricht.

Wie aber steht es mit Deutschland? Wie mit der Politik? Und wie vor Allem, mit der Vision? Wo will man hin? Und Warum?

Wir Menschen haben unglaubliches Wissen angehäuft, doch wozu? Wir geben detaillierte Richtlinien heraus, nicht nur auf Bundesebene, sondern längst auf Landesebene, noch dazu in klaren, oft militärisch-klingenden Botschaften, um den Bürger anzuweisen, wie er sich zu verhalten und wo er eine Maske zu tragen hat, inklusive variierende Ladenöffnungszeiten. Okay, warum nicht? Aber ist es das, was man von einer Regierung fordert?

Wenn man auf die Homepage des Bundestags geht, findet man dort erstaunlich viel zu lesen. Mich freut das riesig. Ich bekomme wirklich eine breite Einsicht UND, ich kann das meiste auch runterladen und speichern, was ich ebenfalls wunderbar finde. Wenn wir die medizinisch-sanitäre Krise überwinden, die Corona ausgelöst hat, wie gehen wir die Ökonomische an? Und wenn wir diese überwinden, wie können wir dann weitermachen…..? Krisen können aus dem Nichts entstehen, oder, wie alle Ökonomischen, sich langsam anbahnen. Auf Krisen re-agiert man. AGIEREN aber tut man ausschließlich ohne Not, wenn man einen Plan hat.

Was ist der Plan, die Vision von Deutschland? Wo will man hin? Wer will man in 2050 sein? Gibt es dann Bürgergeld für alle, inklusive frei zugängliche Bildung, inklusive freie Erwachsenenbildung, zum Beispiel an Universitäten und ein ebenso kostenfreies Gesundheitssystem, dass sich endlich der unsäglichen Trennung, „Privat-Patient“ versus „Kassen-Patient“ entledigt hat?

Wird das Bürgergeld groß genug sein, das man wirklich und real davon leben kann? Wird es 2050 auch genug Wohnungen geben, damit ein Leben mit Bürgergeld tatsächlich funktioniert? Wie soll Deutschland aussehen in 2050?

Das Wirtschaftswachstum alleine NICHT mehr als Parteiprogramm, gar als Parole für ein Land funktioniert, weiß mittlerweile jedes Kind und jeder Fridays-for-Future-Mitstreiter. Wird in 2050 Politik für den Bürger, anstatt für Kientel wie Banken und Arbeitgeber gemacht? Wie viel Europa will man sich trauen? Wollen Deutsche in 2050 Europäer sein? Will das Parlament das? Sind Parlamentarier UND Bürger der gleichen Meinung? Haben sich beide Seiten, ausreichend, idealerweise, umfangreiche Gedanken dazu gemacht?

Anstelle sich von einer Ungeheuerlichkeit in die nächste zu stürzen – Trump, Einwanderer, Umweltschutz, Atomausstieg, Tempolimit, Ausgehverbot und Atemschutzmaskentragepflicht, sollten wir wieder mehr Mut für Utopien und unsere Zukunft wagen, allen voran unsere Politiker.

Ein Land und seine Bürger zu verwalten und seine Lebensbedingungen abzusichern, ist nur ein Teil der Verantwortung. Unsere Vergangenheit betrachtend, könnte es an der Zeit sein, den eigenen Weg zu beschreiben.

Bleibt dies aus, wird nichts Besonderes passieren. Dies jedoch wäre der größte anzunehmende Unfall, wenn tatsächlich nichts passiert. In diesem Fall könnten immer mehr Bürger auswandern, bis es die Bundesrepublik nicht mehr gibt.

Vielleicht ist das der Lauf der Geschichte und vielleicht ist es etwas sehr Positives und nur der folgerichtige nächste Schritt, wenn Deutschland in die United-Nations-of-Europe überführt wird.

Doch auch dann, wird man sich die gleiche Frage zu stellen haben, weswegen es umso wichtiger ist, wenn man im Kleinen damit beginnt. Also noch einmal:

Welche Vision verfolgt der vom Volk gewählte Bundestag?

Es ist an der Zeit, dass Einwohner und Bürger des Landes sich diese Frage stellen und an die einzige dafür zuständige Adresse richten – an den Deutschen Bundestag!

 

Corona und Mad-Sunday-Bewegung – Odyssee 2020 CW12

Emanuel hat mich eingesperrt. Seit Dienstag 12:00 Uhr ist Liberté in „La France“ für uns alle limitiert. Ich bin mir sicher, dass man ihm später dafür danken wird, vielleicht sogar irgendeinen Preis verleiht; meine #MAD-Sunday-Bewegung wird sich davon jedoch nicht aufhalten lassen, im Gegenteil:

Diese Bewegung synchronisiert als Dachorganisation die „Slow-Food“, die „Slow-Drinking“, „Slow-Love“ und „Slow-Life“ Bewegungen, zu einer gemeinsamen europäischen Initiative, weil wir in Europa verdammt nochmal genug Bildung, Erfahrung, Optimismus, Lebensfreude und hundert-tausend andere Gründe haben, als uns von negativen Geistern, Angsthasen, geistige Uniformliebende ausreden zu lassen, das unser schönes Europa HEUTE der Sehnsuchtsort #1 auf diesem Planeten ist!

Nicht trotz, sondern WEIL wir wissen wovon wir reden; nein-nein, ihr braucht gar nicht soweit in die Vergangenheit zurück zu blättern; keine Ahnung warum, aber seit Tagen denk ich an Francisco Franco, der mit seiner militärischen Fröhlichkeit bis Mitte der Siebziger unseren Kontinent verzierte und auch weit entfernte Staaten wie Chile inspiriert hat, um ihm nachzueifern. (was sagt man dazu; soweit weg und doch so europäisch)

Über den Österreich-Deutschland-Cocktail aus Braunau brauchen wir gar nicht erst sprechen und dass der Dulce in Italien auch alles andere als ein für Diversität einstehender Bursche war, ist nicht in Vergessenheit geraten; ich könnte jetzt noch weitermachen, den Blick weiterschweifen lassen, mich noch mehr in die Vergangenheit wagen und würde nur gleiches feststellen; also können wir sagen, dass wir selbst heute, in jüngster Zeit sehr genau wissen können, wovon wir reden, wenn wir uns an politischen Diskussionen beteiligen.

Und genau deshalb gibt es meine Initiative, die unterstreicht, dass wir uns in Europa wegen NICHTS zu beunruhigen brauchen, wegen gar nichts! Wir haben schon alles durchgestanden und werden uns, ich bitte euch, von ein paar Viren doch zu nichts anderem einladen lassen, als zu einem gelassenen Lächeln; würde ich ein Corona-Virus treffen, würde ich es streicheln, bis es schnurrt; mit Respekt, aber ohne Angst!

Natürlich gibt es noch genug militärische Franco und General De Gaulle DNA in Spanien und Frankreich; wäre ja auch komisch, wenn nicht; auch den Griechen merkt man noch Spuren von der attischen Demokratie an, wo die schon über 2000 Jahre alt ist; wir brauchen also nicht hoffen, dass es irgendwann keine Menschen mehr gibt, die bei unsicheren Lebensumständen für Freiheitslimitierung und Restriktion sind und es genug weibliche und männliche Alphatiere in den jeweiligen Führungsebenen gibt, die den Schmachtenden ihre Medizin geben müssen.

Liebe Freunde, ist alles über 6000 Jahre alt, dieser feudale Imperator-Reflex; brauchen wir nicht immer und immer wiederzukäuen; sicherlich, auf keinen Fall vergessen, eher so im Hinterkopf behalten, ihr wisst, was ich meine; es ist unsere DNA; wir leben damit, so wie mit jedem anderen Defekt, der aus unserer Erfahrung und unseren Erlebnissen herrührt; sich deswegen die Laune, gar den Müßiggang vermiesen zu lassen? Im Leben nicht! Jetzt wo ich es schreibe fällt es mir auf; meine Güte, es ist schon 12:07 – Zeit für meinen Apéro; ich komm gleich wieder, wartet kurz……………….so, da bin ich wieder: Santé! Auf uns Europäer!

Interessant finde ich, wie wenige Franzosen das Wort Müßiggang kennen; ist ein schönes Wort: Oisiveté. Das müsst ihr euch mal vorstellen; im Land der Provence, der Bretagne, der Champagne, Bordeaux, dem Languedoc, der Côte-d-Azur – um nur ein paar bekannte Ecken zu nennen – gibt es kaum einen, der den Müßiggang kennt; hat mich total schockiert; aber was will man machen; auch die Franzosen werden schrittweise von der kapitalistischen Knochenmühle zerrieben; ich jedenfalls stemme mich mit Nachdruck dagegen und formuliere deswegen feierlich, die folgenden 10 Regeln der MAD-Sunday-Bewegung:

1)-Schätze deine Mitmenschen! Betreibe aktives Zuhören, oder neu-deutsch „Active Listening“; nehm dir Zeit für sie, für ihre Interessen, Leidenschaften und wenn vorhanden, auch Sorgen; plaudere, über Leichtes, aber auch Tiefes; gerne bei einem Glas Wein.

2)-Sei neugierig! Versuche alles wissen zu wollen, aber nicht alles auf einmal; lerne, staune und forsche in kleinen Häppchen. Versuch es mal mit einem Buch; bitte mit einem Gedruckten, wo du Leseohren und Notizen reinschreiben kannst; ihr glaubt nicht, mit was für tollen Büchern unsere europäischen Autoren & Schriftsteller uns in den letzten 3000 Jahren beschenkt haben. (Buch-Empfehlungsliste folgt umgehend, versprochen!)

3)-Trinkt Wein! Jeden Tag. Gerne zum Mittag, Abendbrot und auch später, siehe Punkt 1 & 2). Halte dich aber auch hier an ein paar Grundregeln: kein Alkohol vor 12:00. Habt keine Furcht, schlagt ordentlich zu. Wenn man Ärzten trauen will, sind Stress, Unfälle und Umwelteinflüsse die häufigsten Todesursachen. Stellt euch nur mal vor, wie viele Bonuspunkte ihr alleine bekommt wenn ihr den Stress abstellt.

So nebenbei, über alkoholische Mengenangaben und dazu passende Empfehlungen schweige ich mich aus; ein Glas Wein pro Mahlzeit, oder zwei; macht das wie ihr wollt; ich kenne zu viele Beispiele von allem; ich kenne genug, die trotz Null-Alkohol, ausreichend Sport usw. früh gegangen sind und ich kenne genug, die jahrzehntelang flaschenweise Wein pro Tag trinken und heute mit Mitte 70 fitter sind, als viele 40jährige; macht es wie ihr wollt; Hauptsache ihr trinkt Wein. (ab nächste Woche gibt es eine Wein-Liste)

4)-Schlaft viel! Haltet Mittagsschläfchen und sei es 30min; aber ohne Kopfhörer und Dauerberieselung; dein Gehirn braucht genauso Entspannung wie dein Körper; sei faul; ja, du hast richtig gelesen; versuche so viel es geht NICHT zu machen; es gibt so unendlich viel nicht zu tun, fange daher am besten sofort damit an;

wenn du eine Liste von Dingen hast, die du abarbeiten MUSST, weil sie für dich, deine Kinder oder Partner lebenswichtig sind, so erledige sie konzentriert, effizient und mit Hingabe, um schnell wieder dem Müßiggang zu frönen, so oft es dir möglich ist; entrümple dein Leben & Haushalt; du glaubst nicht, wieviel ungenutzten Kram du besitzt; verschenke und verkaufe alles, was nicht zu diesen 10 Punkten beiträgt; du wirst überrascht sein, wie wenig übrigbleibt und wie frei du dich fühlst

5)-Bewege dich, mache Sport! Nicht Ironman; kleine Übungen am Morgen; Hampelmann, ein paar Dehnübungen; geh spazieren, oder laufe / jogge ein wenig; nicht zu viel, wenn du mit Übergewicht zu kämpfen hast; alles in Maßen

6)-Höre Musik! Ob Klassik, Elektro, Rock, Pop, Folk, what-ever; höre Musik bewusst, ohne irgendetwas anderes nebenher zu machen; oder höre sie im Hintergrund, als Untermalung; Musik gibt dir kosmisches Benzin, glaube mir!

7)-Esse gut; koch dir Essen! Gut, nicht reichlich essen; hör auf, bevor du satt bist; esse kleine Portionen, wenn du nicht körperlich arbeitest; wenn du den ganzen Tag vorm Bildschirm sitzt, bewegst du dich nicht genug, um wie ein Leistungssportler zu essen; altes Bilanzierungsthema; fülle nicht mehr Kalorien rein, als du verbrennst; wenig Fleisch ist besser als viel; Fisch ist besser als Fleisch; nehm viel Olivenöl und Gemüse zu dir; stell auf eine mediterrane Küche um; versuche mehr Lamm als Rind zu essen, so wie die Griechen; probier es mal aus; Info: auf Kreta ist der pro-kopf Olivenöl-Verbrauch = 0,5L pro Woche!

8)-Interessiere dich für Kunst! Sei kreativ; male, schreibe, oder mach Musik; suche dir dein kleines kreatives Feld, wo du deine Leidenschaft pflegst; wenn du nichts davon machst, probiere alle drei aus; eines wird zu dir passen; zur Erinnerung: Auto’s, teure Chronographen oder sonstige Wertgegenstände, wie Trophäen zu sammeln kann vielleicht dein Hobby sein, aber nie deine Leidenschaft, auch wenn deine Freunde vom Porsche-Club das anders sehen……!

9)-Liebe! Ich mein das wörtlich: Liebe das Leben und einen Menschen. Liebe! Such dir einen interessanten Menschen aus, der dir Gleiches geben möchte; Leidenschaft ist mit Gesundheit das Wichtigste im Leben; gebe dich ihr hin und lass auch mal fünfe gerade sein; vielleicht triffst du deine große Liebe; und solltest du gerade keinen Menschen haben, den du lieben kannst, macht das nichts; es gibt so viele da draußen; sei offen und neugierig für deine Mitmenschen, siehe Punkt1) aber nicht ungeduldig sein; so etwas ist anstrengend, für Frauen UND Männer; Leidenschaft & Liebe kommen zu dir, wenn du bereit bist.

10)-Halte dir ein Haustier, Pflanzen oder Garten! Oder alles zusammen. Hunde & Katzen haben eine positive Wirkung auf uns; auch auf Kinder, wenn du welche hast; ist am Ende eine Charakterfrage; ich bin eher ein Katzentyp; halte dir eine oder mehrere Pflanzen, am besten einen kleinen Garten; beschäftige dich mit der Natur und sei es im Kleinen; wir Menschen sind Teil der Natur und haben den Hang, den Kontakt mit ihr zu verlieren; Okönomen, generell alle Menschen aus der Wirtschaft sind am Gefährdetsten; ihnen geht oft das Verständnis abhanden, das Wirtschaftswachstum endlich ist; jeder Gärtner hat mehr Verständnis und EQ; Pflanzen helfen uns, geerdet zu bleiben; außerdem machen sie Freude.

Et voilà