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11.Juni – Französische Gartenzwerge – Odyssee 2023

Ich hänge an französischen Chansons … wer mag nicht Jaques Brel’s „Ne me quitter pas“ … eben … oder der unvergessene Serge Gainsbourg … einfach fabelhaft, nein mehr noch …. magnificke … oder Boris Vian … für Feinschmecker … einfach großartig … Franzosen geht‘s mit diesen Musikern ähnlich.

Mit deutschen Liedgut nicht vergleichbar.

Warum eigentlich nicht? Hätten diese Songs in Deutschland funktioniert, wenn Roland, Marius, Herbert und Konsorten sie erfunden, gar zuerst gesungen … wenn sie zum Kanon Deutschen Liedguts gezählt hätten? Könnte ich heute … rein theoretisch … genauso an ihnen hängen, wie an den französischen Versionen, als nicht Franzose,

als nicht Mutter.- und Vatersprachler?

Ein Vergleich muss her … Beilstein an der Mosel finde ich hübsch … nein mehr noch …  regelrecht kitschig schön ist’s hier … ich kenne reihenweise schöne Orte in Allemagne … meine Theorie lautet, dass wir fremde Kulturen und Sprachen … wegen der Neugier … großartiger finden, als die eigene,

vielleicht ist‘s auch nur meine Eigenart.

Nicht Weniges in Deutschland finde ich peinlich … und das nicht erst, seit ich mehr Zeit in La France verbringe … was nicht heißt, dass es nicht ähnliche Mengen von Grässlichkeiten auch bei den Galliern gibt … ich glaube nämlich ganz und gar nicht daran, dass irgendeine Kultur oder Sprache

anderen überlegen ist,

im Gegenteil … alle sind gleich aufregend … weil sie unterschiedlich sind … ganz nach dem Motto … die Wiese der Anderen ist nicht grüner … nur anders … bin mehr und mehr davon überzeugt, dass wir unsere eigenen Kulturen erst zu schätzen wissen, wenn wir

andere kennengelernt haben.

Sonst laufen wir Gefahr unsere eigene über die andern zu stellen … was bekanntermaßen … Blicke in die Vergangenheit genügen … immer in die Hose ging … nach zwölf … andere knappe 1000 Jahre … früher oder später geht‘s bergab … spätestens wenn wir konservieren und selbstverherrlichen.

Glücklicherweise ist diese Gefahr gebannt,

dank unserer bescheidenen Art … unserer Aufgeklärtheit … und dank unserer Fähigkeit zur Selbstkritik, gepaart mit Geduld und Freude am Andersartigen … endlich haben wir zum Glück aus Vergangenem gelernt … nicht auszudenken wo wir hinkämen wenn wir nach aber-tausenden Wiederholungen

einfach weitermachten wie bisher.

Übrigens hat jedes Dorf in Frankreich eigenen Käse … Rocamadour beispielsweise ist eines von vielen Dörfern, dessen gleichnamigen Käse ich im Supermarkt kauf … sehr lecker … R. zählt auch zu den schönsten Dörfern Frankreichs … man weiß das, weil man in LA FRANCE eine Liste von Dörfern hat,

die zum kleinen elitären Kreis zählen.

Bestimmt hat man ein Gremium, dass sich kümmert … man muss sicher sein, dass wirklich nur die Hübschesten die stolzen Abzeichen tragen … in der Tat … die meisten sind wirklich schön anzusehen … an diesem Wochenende besuchten meine Freundin und ich Najac.

Bildhübsch, wirklich.

Alles ist märchenhaft schön … ständig sah ich mich nach Kameras um … auch ich habe ein Faible für Schönheit, für Ästhetik … außer Frage … langstielige weiße Lilien finde ich hübscher als ein Strauß Stinkmorchel … was nicht heißt, dass die Pilze nicht auch hervorragende Qualitäten haben …

Erscheinung und Duft sind schlicht … anders.

Beim gestrigen Spazierengehen fiel es uns wieder auf … wir hatten zwei Wege zur Auswahl .. einer schön und repräsentativ, der im Dorfplatz mündete … der andere verlief parallel hinter den Häusern und ihren schönen Fassaden … da quollen Mülleimer über … struppige Katzen rannten herum … beeindruckende Fauchkonzerte,

wieder ging es um Leben und Tod.

Wie zu erwarten … meine Deern wählte Schönheit … und ich wieder … natürlich … fand es spannend den schönen Fassaden auf den ungeputzten Arsch zu schauen … wir einigten uns beide anzusehen … erst rustikale Hinterhöfe … dann Belle Fassade.

Keine Ahnung ob‘s ein Defekt ist,

schon immer wähle ich gerne Schmuddel-Ecken … nicht aus Passion, Pathologie, gar automatische Rebellion, wie mir manche unterstellen … habe eher den Eindruck, dass ich Harmonie suche  … wenn ich sieben Tage Sterneküche genieße, kann man sicher sein,

dass ich danach Ravioli aus der Dose löffle.

Was nicht heißt, dass ich gutes Essen und guten Wein nicht wichtig finde… gar Schönheit ablehne … im Gegenteil … irgendwie habe ich dies In-Maßen-Gen aus unserer Familie … so kommt‘s mir manchmal vor … ich suche die harmonische Mitte.

Geschmacklosigkeit finde ich furchtbar,

genauso wie Kitsch … beispielsweise herrschaftliche Schlösser … wenn man mit Franzosen über Versaille redet bekommen sie glänzende Augen … ich stattdessen denke an „mir-san-mir“ … und an Schlachtrufe wie „vive La France, vive La Republique“ … das man dort 20.000 Menschen verheizte interessiert heute nur am Rande,

denn schön ist es schon … gell, Ludwig?

Auch die Akropolis hat man vermutlich ohne 35h Verträge gebaut … so fürchte ich … Sklaven und Leibeigene waren ja lange Zeit normal … ob Franzosen die eigene Kultur herausragend finden weiß ich nicht … mindest bewahrenswert … Académie Francaise, ich zitiere Wiki,

„Vereinheitlichung und Pflege der französischen Sprache“,

so steht‘s da geschrieben … bestimmt gibt es ein Ministerium, dass sich um die Schönheit Frankreichs kümmert … vielleicht müssen alle Schönsten-Dörfer sich einmal im Jahr rausputzen … quasi auf den Laufsteg … man schaut, ob noch alles fest und in Form ist … immerhin ist Frankreich eine Dame

Bei Deutschland bin ich mir nicht sicher …

https://www.les-plus-beaux-villages-de-france.org/fr/

02.April – Baumeister – Odyssee 2023

Meine Werkstatt verdreckt immer mehr. Seit meiner Story vom letzten Sonntag haben die Spam-mails zugenommen. Zugenommen? Verdoppelt haben sie sich! Glücklicherweise hat auch eine wahre Menschin eine Nachricht geschrieben, Heureka! Vielen Dank an dieser Stelle, liebe Claude!

Balsam für meine geschundene Seele.

Hab lang mit mir gerungen und diesmal den Rappen und nicht den langweiligen Schimmel gewinnen lassen; heute wollen wir euch gegen Strich und Fortschritt bürsten, oben und unten findet ihr die Mails von Toni und Gary, ihres Zeichens Baumeister.

Sind ihre Mails mit kaltem KI-Herz geschrieben?

Wer weiß, wir schreiben alle individuell. Toni lebt in Finland, Gary in England. Mich haben die beiden inspiriert, auch wegem den Problemem mit der Depression nach Covid19, man konnte gar nicht mehr gerade auf Klo gehen, überhaupt schlief man schlecht, aß ungesund, so viele Minerale fehlten,

verzweifelt war ich, ging zu einer Therapeut*in,

mich hatten ährlich Mud und Latex (www.xnxx.com) verlassen, all diese Enge in der Estrella Galizia Zeit war ganz scheußlich, noch dazu die vielen Preiserhöhungen bei den Energiepreisen, ganz im Besonderen konnte man das bei Gazprom und den Energie.- und Benzinpreisen beob-achten.

Sie wuchsen schneller, als sie schrumpften.

Es war nicht zu ertragen, ich wurde ganz schnell immer kleiner und kleiner, bald passte ich mit Hut unter der Tür durch, was für die Teerapeut*in ganz schwer war. So brauchte ich Zeit, bis mir die Teerapoitin eine Stunde und Oblate gab, ganz wie in den Kirschen.

Sie gab mir eine Rätin.

„Bau“, sagte sie, „eine gute Sache, du wirst sehen, dass es außer dem noch andere Dinge gibt, Frauen halten sich gerne auf in der Umgebung von Baumeistern wie Phidias, sogar ich selbst!“ Viel studiert hat man damals, bis sie mit dem Porenbeton anfingen, wie Toni und Gary, als sie die Akropolis aus

Attischem Marmor erbauten,

der dem deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz im Traum erschien, als er sich im Geiste seinen ersten Antrittsbesuch im Jahr 2024 vorstellte, als er schweißgebadet träumte, die zweite Amtszeit von Donald Trump erleben zu dürfen, welch Ähre / Korn, (Wenn einem wirklich Gutes Widerfährt….)

während meiner Thérapy saß ich auf dem Sofa,

es war das Gleiche, auf dem der kluge Sigmund Freud seinen Studenten Wilhelm Reich aufforderte, ihn in Wissen zu übertrumpfen, seine Theorien weiterzuentwickeln, bis er in ersten Erhellenden Momenten die Geburt von Larry Fink in 1952 voraussagte, der dann, man konnte es damals schon absehen,

1988 Blackrock gründete, um die deutsche Wiedervereinigung

im Anschlussjahr zu finanzieren, während Blackrock wiederum aus dem kleinen, aber feinen Blackstone, mittels Bauchhöhlenschwangerschaft geboren wurde, was ich meiner Tee-Ra-Putin erzählte, worauf sie sagte, dass es meine Bestimmung ist, sie könne mich in Zukunft in einer bedeutenden Rolle

sehen, gehen, essen, trinken,

so las ich ganz viel alles, was mich in die Finger bekam, um wie Schwarzer Peter Blackstone und Blackrock ein tolles Hobby, wie Toni und Gary, und tatsächlich so sollte es sein, als die westlichen Nachbarn von der UDSSR sich wunderten, wie es fünf nach zwölf schlug, als mir die

Klitschko Brüder im Traum erschienen,

deutsche Kampfpanzer und ostdeutschen Porenbeton ans Front in Hamburg fuhren, um dort erstklassigen Elektro zu hören, wie man ihn eigentlich nur im Berghain findet, wenn Martin Böttcher und so Leute auflegen, weil die ganze Welt ja jetzt besser wird, mit der KI und der Gazprom Verteilung, und den günstigen Angeboten der USA,

deren Wischmob (Ha-Ra, siehe unten)

der Lüfte, den feudelfesten F35 „Gay-Strike“ allen Freunden zum Schleuderwäsche geeigneten Vorzugspreis, dran denken, Mittwochs haben die meisten Buntwäsche, von lächerlichen knappen 100 Millionen anbieten, so dass Wladimir Kah (nicht Hubert) durchaus zufrieden sein könnte, ähnlich wie wir, als wir Freuds Sofa verließen,

was ähnlich beeindruckend gewesen sein dürfte,

wie die menschfreundliche Antrittsrede des zukünftigen französischen Präsidenten Éric „l’énorm“ Zemmour, der seiner lesbischen Konkurrentin Marine „das Brot“ Le-Pen eine Stelle als Stellvertreterin anbieten wird, weil man in Paris nun doch, nach der französischen Revolution saßen Kirche und Staat in verschiedenen Booten,

bei www.mein-boot.eu schauen, ihre werdet fündig,

dem Vatikan nachmachen wollen, Präsident und Präsidentin = Doppelgespann, weswegen man den Sitz des heiligen Stuhls mit dem entsprechenden Stuhlgang, von Rom zurück nach Avignon bringt, wo er in Zukunft bleibt, wie man hinter vorgehaltener Hand vom orthodoxen

russischen Patriarch Kirill,

nicht zu verwechseln mit dem sehr schmackhaften KRILL, den man am Besten bei www.gosch.de verspeisen sollte, ihr erinnert euch bestimmt, wie Moby Dick, so sehr Kohldampf schob, dass er, wo er eigentlich ein Krill-Feinschmecker war, sich mit lang abgehangenen Schinken Käpt’n Iglus und Ahabs vorlieb nehmen musste,

„Heute schon gegoscht?“,

weswegen diese große Flut von Veränderungen mit dem von Erck Rickmers gegründeten Sinktank https://tenew.institute nicht nur beantwortet, sondern auch mit entsprechender Erntshaftigkeit angegangen wurde, ähnlich wie beim Akropolisbau von Perikles, nachdem die Vorgänger von Hans-Werner, pardon,

von Recep (Rechts) Tayyip (Gay-Typ) Erdogan

(Erdogan ist eine komplementär wirkende Drüse, zur endokrinen = Endokrine Drüse, eine Drüse, die ihr Sekret in das Körperinnere abgibt), womit keiner rechnet, wenn er überlegt, wie er von Toni, Gary und Blackrock, jetzt beim Ur-ur-Enkel des Persischen

Großkönigs Xerxes dem viertelvorzwöflten

gelandet ist, warum wir uns durchaus die Frage stellen, ob wir unseren ganz persönlichen Northstar verloren, wie Kompassnadeln beim Fahren im Athener Stadtzentrum, wenn man vom Kallimarmoro (Olympisches Stadion, das man, wie so viele am falschen Ort aufbaute, Olympia befindet sich auf der anderen Seite),

zum Omonia-Platz fährt,

am besten mit einem echten Papaki (griech.= Entlein), einem zweiflügeligen Leichtkradvogel (Honda Innova 125ccm, zu empfehlen für alle mit altem Führerschein), dass man, dort angekommen, sich durchaus die Frage stellen sollte, stellen muss, was zum Teufel Schrödingers Katze in meinem Garten macht,

was die Frage aufwirft, ob junge Griechinnen

https://www.artnet.com/artists/nikolaos-gysis/junge-griechin-FZFcLZoIf-r2UOSB5OMzXw2 auch noch im Jahre 2023 der Herrin, auf Baumeister stehen, das sich wieder zeigt, wie wichtig interkulturelle Kommunikation in Europa ist, weil der geistige Dünger des Konstantinos Kavafis, nicht nur wirkt, ähnlich seinen Gedichten,

„Warten auf die Barbaren“, Ithaka“ und „Krimmena“,

im Besonderen während der schwierigsten Lebensphase schrieb, zwischen Geburt und Tod, möglichst schadlos versuchte zu durchleben, dass er spät, Fachleute streiten sich, in den späten Sechzigern vom Schreiben lebte, wie Daniel Kehlmann, Maja Göpel, Julie Zeh, Richard David Precht, Nassim Nicholas Taleb und viele andere,

die schon heute,

so wie Toni und Gary, ein zufriedenes Leben, voller Transformation, Friday-For-Future, Futurzwei, und vielen ungezählten gemeinnützigen Ehrenämter ausgelebt, was am Ende die Frage aufwirft, wie viel Humor man wirklich in digitalen Welten, wenn von KI-Basierten Lösungen regelmäßig die Parole ausgegeben,

so muss Technik….nicht nur sauber, sondern rein!

26.März – KI und ChatGPT – Odyssee 2023

Irgendwie hänge ich durch. Keine Depression, nein, Gott sei Dank nicht, ist eher wie’n ständiges Seufzen. War ich schon kein Freund des Kapitalismus, bin es bis heute auch nicht geworden, so befürchte ich, dass mir die Freude am Internet abhanden geht. Mir graut vor der eigenen Ablehnung des unaufhaltbaren,

weil ich ihn eigentlich mag – den Fortschritt.

Dachte ich all die Jahre. Doch irgendwie hat sich bei mir wachsender Zweifel eingeschlichen. Irgendwie drängt sich mir der Eindruck auf, dass man Digitale Früchte des Fortschritts nur mit wachsendem Mehraufwand nutzen kann.

Wöchentliche Spam-Mails, müllen mich immer mehr zu.

Seit neuestem beschreiben mir unbekannte Frauen mit allen Details in langen Ausführungen ihre Geilheit und Lebensgeschichte, in deren Mitte immer ein Link mit Ru-Endung auf mich wartet ge-klickt zu werden, Liebesgrüße aus Moskau.

Vermutlich geschrieben vom digitalen Freund ChatGPT.

Man stelle sich das vor, die Spam-Mails werden vermutlich schon lange mit KI erzeugt und jetzt auch noch der Text, will sagen, der IT-Experte, der für das Verschicken von Spam-mails bisher für journalistische Kreativität bezahlt wurde, hat ab jetzt ein leichteres Leben.

KI-Basierte Automatismen lassen ihn länger am Strand liegen,

während seine Algorithmen Postfächer überlaufen lassen. Wie toll, hoch lebe die Effizienz, womit wir bei der Ver-Ökonomisierung unserer Lebenszeit sind. Selbst unser Leben wird unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten verwurstet, ist doch prima.

Nee, finde das – zum Kotzen!

Mittlerweile bekomme ich mehr Spam-Nachrichten als neue Leser. Neulich hatte ich ‘nen Peak nach mei‘m Auftritt beim Deutsch-Französischen Forum. Dann ging‘s bergab. Meine Stammleserbrief-Schreiberin meint, meine Texte sind zu ernst, zu zynisch und zu ironisch. So schwere Kost zieht sich niemand gerne, geschweige freiwillig rein.

Die zu’s regieren meine Welt, ich weiß es schon mein Leben lang.

Heute morgen, ich lese einen interessanten Artikel eines Wissenschaftler Ehepaars, beide in KI tätig, offensichtlich bekannte Größen im Business. „Wie groß war der KI-Anteil beim Börsenhandel der Silicon-Valley-Bank, bevor sie pleiteging und diverse

Kalifornische Startup’s mit in den Ruin zog?“,

frag‘ ich mich. Bin weder Fachmann für KI, noch bei Investment, beim näheren Drüber-Nachdenken, bin ich für nichts Fachmann, stattdessen neugieriger Laie. Bin eher Fuhrmann, statt Fachmann. „Würd‘ mich brennend interessieren, wie das Risiko-Management der SVB organisiert war.

Gab‘s regelmäßige Risiko-Meetings,

von Mensch zu Mensch, oder überließ man’s KI-Basierten Leuchtturmwärtern*wärterrinnen, so nach dem Motto, „sind preiswerter als Menschen und werden uns schneller Bescheid geben, wenn Tsunamis heranrollen“.

So in etwa – ja, nein, die Klasse?“

Wenn ich an Texten feile, brauche ich immer lang, liegt wohl daran, weil ich erst durchs Ausprobieren merk‘, was gut aussieht, sich schön anhört und ebenso wichtig, was sich interessant anfühlt. Dadurch bekommt Text Leben. Wenn ihn Maschinen beim ersten Versuch in Stein meißeln,

erhöht das zwar die vermaledeite Effizienz,

„schon wieder, wie ätzend!“, aber der Anspruch ist rein ökonomischem Nutzen geschuldet. Wollen wir das? Ich jedenfalls nicht. Macht euch selber Gedanken, wie ihr das seht. Muss jeder selber wissen, was er will und vor Allem was NICHT. Klingt einfach? Hoffentlich.

Mein iPhone jedenfalls ist doof wie Bohnenstroh.

Die Whatsapp-Autokorrektur ist sogar dümmer als jeder Feldweg. Nix kann sie, ihre Vorschläge taugen nichts, besonders wenn man verschiedene Sprachen verwendet, es ist ein Graus. Im Gegenteil, sie verlangsamt den Schreibprozess, weil jedes Wort bestätigt werden muss.

Angeblich soll KI das geschriebene Wort revolutionieren.

Erste von ChatGPT geschriebene Artikel sollen besser als erwartet sein. Ständig wird die Software verbessert, ein Kumpel meinte neulich, da „stünde uns was Großes bevor“, ohne näher zu beschreiben, was er meint. Man stelle sich’s vor, morgen braucht man nur noch Eigentümer und Chefredakteure,

die Zeitungen zu zweit machen.

Was aber tun arbeitslose Menschen? Noch dazu, wenn sie kein Bürgergehalt bekommen und in keiner günstigen Wohnwabe im Stadtzentrum hausen? Was machen wir mit unserer gewonnen Lebenszeit,

surfen wir noch mehr im Internet?

Je mehr ich darüber nachdenke, sehe ich eigentlich keinen Grund zur Aufregung. Wir brauchen alles nur so zu verwenden wie Schraubenzieher, dann wird die KI auch nicht Herrscher der Welt. Ist zu naiv gedacht?

„Sollen alle verrecken, sie verdienen es nicht besser!“,

meinte letzte Woche ein Kumpel. „Sie rennen jeder Medien-Meinung hinterher, denken und überprüfen nichts selbst, kaufen sich unsinnigen Mist, den sie nicht brauchen und klagen, das zur Monatsmitte die Kohle aus ist!“, meinte er zum Ende. „Sieht man am Ukraine-Russland-Krieg, gibt keinerlei neutrale Berichterstattung,

Meinungen beherrschen Politik, Rüstung und Wirtschaft!“

Mein Kumpel ist klug und gebildet, vom Volk hält er nicht viel, obwohl er selbst dazugehört. Keine Ahnung was ihm passiert ist. „Ich widme mich lieber den geschriebenen Worten, da gibt‘s genug zu tun“, meinte ich. Wo wir bei Worten sind, der Deutsche Lesepreis 2023 ging an vier Frauen.

Keine Ahnung warum kein Mann dabei war,

wo wir auf Diversität hohen Wert legen. Vielleicht lesen Männer weniger als Frauen. Kann gut sein. Zumindest ist „Stiftung lesen“ ein Schwergewicht. Viel wichtiger ist, dass ich mein‘ Kopf freier bekomme, um am Buch zu schreiben. Zur Zeit habe ich den Eindruck, dass mich immer mehr davon abhält.

Vielleicht hilft morgen KI, mir den Rücken frei zu halten…

https://www.stiftunglesen.de/

29.Januar – Kieler Gespräche – Odyssee 2023

Mittwoch hatte ich meinen Auftritt, anlässlich 60.Geburtstag des Élysée-Vertrags; klug und charmant die Journalistin, offen und einladend ihre Fragen; fünf Minuten hatten wir; mir kam es zum Einen kürzer, zum Anderen länger vor.

Alles verlief reibungslos.

Sogar die Internetverbindungen hielten tapfer stand, was sagte man dazu. Zum Ende des Gesprächs fühlte ich mich gegen den Strich gebürstet; nicht wegen der Thematik, der Sache, gar ihrer Fragen, oder meiner Antworten, das war alles ganz wunderbar.

Einander offen und neugierig zu begegnen ist so – natürlich.

Sogar viel mehr als das, man will ja selbst so angegangen werden, daher ist es nicht nur natürlich, sondern – logisch. Warum scheint mir das auszusterben? Liegt es am Hassschüren der bekannten Autokraten? Mit ausreichend „Glück“ gewinnt Trump 2024.

Alle Weltmächte von Arschlöchern angeführt – wunderbar.

Wundervolle Aussichten. Wenn’s dann nicht eine RAF4.0 gibt, oder die US-Amerikaner nicht alte Traditionen aufwärmen, (für die Jüngeren, falls ihr googeln wollt, John F. Kennedy hieß er), oder alle freiheitsliebenden Super-Hacker dann nicht zusammen gegen museale Alpha-Malaria arbeiten,

dürfte es spannend – und heiß – werden, in doppelter Hinsicht.

Muss bis dahin Gas geben, na sowas, wieder ’ne Doppeldeutigkeit, wenn ich noch ein paar Sachen schreiben will. Ganz so entzaubert wie Monsieur Destouches bin ich noch nicht, aber ich muss mit erschrecken feststellen, dass ich ihn, sowie seine Brüder im Geiste Henry Miller, Charles Bukowski und William Burroughs,

immer besser verstehe.

Bis ich aber ganz in den Tartaros absteige, habe ich jedoch noch viel zu tun. Also Ärmel hochgekrempelt. Mich auf der Videoleinwand mit dieser eloquenten Kieler Journalistin zu sehen, war schon irgendwie merkwürdig; wobei, Moment mal: Ist die nicht Französin?

Sogar in Kiel, im hohen Norden sitzen sie also schon.

Spaß bei Seite, Europa mit dem offenen Miteinander ist schon geil; wem Trachten fehlen, wem das nicht konservativ genug ist, kann nach Bayern oder Texas gehen; für die Neugierigen und Weltoffenen empfehle ich, entschlossenes Eintreten für europäische Einigkeit, Brüderlichkeit und Freiheit.

Sonst regieren auch hier bald die Arschlöcher.

Marine Le Pen und Eric Zemmour warten nur auf Manu’s Ende. Bestimmt sind die zwei nett zu ihren Kindern, ihre rhetorischen, sowie übrigen Talente will ich gar nicht in Abrede stellen, aber wenn ich deren Sichtweisen, Interviews und Brandreden länger als eine Minute höre, werd ich

blitzartig den Fernseher kurz und kleinschlagen.

Deswegen, sowie aus 120.000 anderen Gründen, habe ich seit 15 Jahren kein TV mehr. Klaut einem nur Zeit. Dabei gibt‘s so viel zu tun. Selbst die Hobbits im Auenland erkannten letztlich, dass man was gegen das Böse tun muss. Wahrscheinlich hat Olaf deswegen seine Meinung geändert, und liefert jetzt Panzer an die Ukraine.

GUT finde ich das irgendwie auch nicht.

Aber vielleicht sorge ich mich umsonst, denn wenn das so verlässlich klappt wie die deutsche Bahn, werden die Dinger ohne Munition geliefert, weil keiner einen Anforderungsschein in vierfacher Ausfertigung beim Standortältesten abgegeben hat; möglich wäre das in Deutschland, bin mir da sicher.

Aber genug der Meckerei, gibt genug Schönes.

Natur, Blumen, Bücher, Musik, Kunst, leckeres Essen, großartige Weine und tolle Menschen, mit denen man – ALL DAS – teilen kann, langt das nicht? Mir schon. Ich hab auch ein ganz normales Fahrrad, ohne Batterie und E-Motor; Freunde nennen mich bereits heute schon „Aussterbende Rasse“.

Recht haben sie, wir sind alle dran, wozu die Aufregung…