Archiv für den Monat: März 2020

Corona und Mad-Sunday-Bewegung – Odyssee 2020 CW12

Emanuel hat mich eingesperrt. Seit Dienstag 12:00 Uhr ist Liberté in „La France“ für uns alle limitiert. Ich bin mir sicher, dass man ihm später dafür danken wird, vielleicht sogar irgendeinen Preis verleiht; meine #MAD-Sunday-Bewegung wird sich davon jedoch nicht aufhalten lassen, im Gegenteil:

Diese Bewegung synchronisiert als Dachorganisation die „Slow-Food“, die „Slow-Drinking“, „Slow-Love“ und „Slow-Life“ Bewegungen, zu einer gemeinsamen europäischen Initiative, weil wir in Europa verdammt nochmal genug Bildung, Erfahrung, Optimismus, Lebensfreude und hundert-tausend andere Gründe haben, als uns von negativen Geistern, Angsthasen, geistige Uniformliebende ausreden zu lassen, das unser schönes Europa HEUTE der Sehnsuchtsort #1 auf diesem Planeten ist!

Nicht trotz, sondern WEIL wir wissen wovon wir reden; nein-nein, ihr braucht gar nicht soweit in die Vergangenheit zurück zu blättern; keine Ahnung warum, aber seit Tagen denk ich an Francisco Franco, der mit seiner militärischen Fröhlichkeit bis Mitte der Siebziger unseren Kontinent verzierte und auch weit entfernte Staaten wie Chile inspiriert hat, um ihm nachzueifern. (was sagt man dazu; soweit weg und doch so europäisch)

Über den Österreich-Deutschland-Cocktail aus Braunau brauchen wir gar nicht erst sprechen und dass der Dulce in Italien auch alles andere als ein für Diversität einstehender Bursche war, ist nicht in Vergessenheit geraten; ich könnte jetzt noch weitermachen, den Blick weiterschweifen lassen, mich noch mehr in die Vergangenheit wagen und würde nur gleiches feststellen; also können wir sagen, dass wir selbst heute, in jüngster Zeit sehr genau wissen können, wovon wir reden, wenn wir uns an politischen Diskussionen beteiligen.

Und genau deshalb gibt es meine Initiative, die unterstreicht, dass wir uns in Europa wegen NICHTS zu beunruhigen brauchen, wegen gar nichts! Wir haben schon alles durchgestanden und werden uns, ich bitte euch, von ein paar Viren doch zu nichts anderem einladen lassen, als zu einem gelassenen Lächeln; würde ich ein Corona-Virus treffen, würde ich es streicheln, bis es schnurrt; mit Respekt, aber ohne Angst!

Natürlich gibt es noch genug militärische Franco und General De Gaulle DNA in Spanien und Frankreich; wäre ja auch komisch, wenn nicht; auch den Griechen merkt man noch Spuren von der attischen Demokratie an, wo die schon über 2000 Jahre alt ist; wir brauchen also nicht hoffen, dass es irgendwann keine Menschen mehr gibt, die bei unsicheren Lebensumständen für Freiheitslimitierung und Restriktion sind und es genug weibliche und männliche Alphatiere in den jeweiligen Führungsebenen gibt, die den Schmachtenden ihre Medizin geben müssen.

Liebe Freunde, ist alles über 6000 Jahre alt, dieser feudale Imperator-Reflex; brauchen wir nicht immer und immer wiederzukäuen; sicherlich, auf keinen Fall vergessen, eher so im Hinterkopf behalten, ihr wisst, was ich meine; es ist unsere DNA; wir leben damit, so wie mit jedem anderen Defekt, der aus unserer Erfahrung und unseren Erlebnissen herrührt; sich deswegen die Laune, gar den Müßiggang vermiesen zu lassen? Im Leben nicht! Jetzt wo ich es schreibe fällt es mir auf; meine Güte, es ist schon 12:07 – Zeit für meinen Apéro; ich komm gleich wieder, wartet kurz……………….so, da bin ich wieder: Santé! Auf uns Europäer!

Interessant finde ich, wie wenige Franzosen das Wort Müßiggang kennen; ist ein schönes Wort: Oisiveté. Das müsst ihr euch mal vorstellen; im Land der Provence, der Bretagne, der Champagne, Bordeaux, dem Languedoc, der Côte-d-Azur – um nur ein paar bekannte Ecken zu nennen – gibt es kaum einen, der den Müßiggang kennt; hat mich total schockiert; aber was will man machen; auch die Franzosen werden schrittweise von der kapitalistischen Knochenmühle zerrieben; ich jedenfalls stemme mich mit Nachdruck dagegen und formuliere deswegen feierlich, die folgenden 10 Regeln der MAD-Sunday-Bewegung:

1)-Schätze deine Mitmenschen! Betreibe aktives Zuhören, oder neu-deutsch „Active Listening“; nehm dir Zeit für sie, für ihre Interessen, Leidenschaften und wenn vorhanden, auch Sorgen; plaudere, über Leichtes, aber auch Tiefes; gerne bei einem Glas Wein.

2)-Sei neugierig! Versuche alles wissen zu wollen, aber nicht alles auf einmal; lerne, staune und forsche in kleinen Häppchen. Versuch es mal mit einem Buch; bitte mit einem Gedruckten, wo du Leseohren und Notizen reinschreiben kannst; ihr glaubt nicht, mit was für tollen Büchern unsere europäischen Autoren & Schriftsteller uns in den letzten 3000 Jahren beschenkt haben. (Buch-Empfehlungsliste folgt umgehend, versprochen!)

3)-Trinkt Wein! Jeden Tag. Gerne zum Mittag, Abendbrot und auch später, siehe Punkt 1 & 2). Halte dich aber auch hier an ein paar Grundregeln: kein Alkohol vor 12:00. Habt keine Furcht, schlagt ordentlich zu. Wenn man Ärzten trauen will, sind Stress, Unfälle und Umwelteinflüsse die häufigsten Todesursachen. Stellt euch nur mal vor, wie viele Bonuspunkte ihr alleine bekommt wenn ihr den Stress abstellt.

So nebenbei, über alkoholische Mengenangaben und dazu passende Empfehlungen schweige ich mich aus; ein Glas Wein pro Mahlzeit, oder zwei; macht das wie ihr wollt; ich kenne zu viele Beispiele von allem; ich kenne genug, die trotz Null-Alkohol, ausreichend Sport usw. früh gegangen sind und ich kenne genug, die jahrzehntelang flaschenweise Wein pro Tag trinken und heute mit Mitte 70 fitter sind, als viele 40jährige; macht es wie ihr wollt; Hauptsache ihr trinkt Wein. (ab nächste Woche gibt es eine Wein-Liste)

4)-Schlaft viel! Haltet Mittagsschläfchen und sei es 30min; aber ohne Kopfhörer und Dauerberieselung; dein Gehirn braucht genauso Entspannung wie dein Körper; sei faul; ja, du hast richtig gelesen; versuche so viel es geht NICHT zu machen; es gibt so unendlich viel nicht zu tun, fange daher am besten sofort damit an;

wenn du eine Liste von Dingen hast, die du abarbeiten MUSST, weil sie für dich, deine Kinder oder Partner lebenswichtig sind, so erledige sie konzentriert, effizient und mit Hingabe, um schnell wieder dem Müßiggang zu frönen, so oft es dir möglich ist; entrümple dein Leben & Haushalt; du glaubst nicht, wieviel ungenutzten Kram du besitzt; verschenke und verkaufe alles, was nicht zu diesen 10 Punkten beiträgt; du wirst überrascht sein, wie wenig übrigbleibt und wie frei du dich fühlst

5)-Bewege dich, mache Sport! Nicht Ironman; kleine Übungen am Morgen; Hampelmann, ein paar Dehnübungen; geh spazieren, oder laufe / jogge ein wenig; nicht zu viel, wenn du mit Übergewicht zu kämpfen hast; alles in Maßen

6)-Höre Musik! Ob Klassik, Elektro, Rock, Pop, Folk, what-ever; höre Musik bewusst, ohne irgendetwas anderes nebenher zu machen; oder höre sie im Hintergrund, als Untermalung; Musik gibt dir kosmisches Benzin, glaube mir!

7)-Esse gut; koch dir Essen! Gut, nicht reichlich essen; hör auf, bevor du satt bist; esse kleine Portionen, wenn du nicht körperlich arbeitest; wenn du den ganzen Tag vorm Bildschirm sitzt, bewegst du dich nicht genug, um wie ein Leistungssportler zu essen; altes Bilanzierungsthema; fülle nicht mehr Kalorien rein, als du verbrennst; wenig Fleisch ist besser als viel; Fisch ist besser als Fleisch; nehm viel Olivenöl und Gemüse zu dir; stell auf eine mediterrane Küche um; versuche mehr Lamm als Rind zu essen, so wie die Griechen; probier es mal aus; Info: auf Kreta ist der pro-kopf Olivenöl-Verbrauch = 0,5L pro Woche!

8)-Interessiere dich für Kunst! Sei kreativ; male, schreibe, oder mach Musik; suche dir dein kleines kreatives Feld, wo du deine Leidenschaft pflegst; wenn du nichts davon machst, probiere alle drei aus; eines wird zu dir passen; zur Erinnerung: Auto’s, teure Chronographen oder sonstige Wertgegenstände, wie Trophäen zu sammeln kann vielleicht dein Hobby sein, aber nie deine Leidenschaft, auch wenn deine Freunde vom Porsche-Club das anders sehen……!

9)-Liebe! Ich mein das wörtlich: Liebe das Leben und einen Menschen. Liebe! Such dir einen interessanten Menschen aus, der dir Gleiches geben möchte; Leidenschaft ist mit Gesundheit das Wichtigste im Leben; gebe dich ihr hin und lass auch mal fünfe gerade sein; vielleicht triffst du deine große Liebe; und solltest du gerade keinen Menschen haben, den du lieben kannst, macht das nichts; es gibt so viele da draußen; sei offen und neugierig für deine Mitmenschen, siehe Punkt1) aber nicht ungeduldig sein; so etwas ist anstrengend, für Frauen UND Männer; Leidenschaft & Liebe kommen zu dir, wenn du bereit bist.

10)-Halte dir ein Haustier, Pflanzen oder Garten! Oder alles zusammen. Hunde & Katzen haben eine positive Wirkung auf uns; auch auf Kinder, wenn du welche hast; ist am Ende eine Charakterfrage; ich bin eher ein Katzentyp; halte dir eine oder mehrere Pflanzen, am besten einen kleinen Garten; beschäftige dich mit der Natur und sei es im Kleinen; wir Menschen sind Teil der Natur und haben den Hang, den Kontakt mit ihr zu verlieren; Okönomen, generell alle Menschen aus der Wirtschaft sind am Gefährdetsten; ihnen geht oft das Verständnis abhanden, das Wirtschaftswachstum endlich ist; jeder Gärtner hat mehr Verständnis und EQ; Pflanzen helfen uns, geerdet zu bleiben; außerdem machen sie Freude.

Et voilà

 

Corona Virus und MAD Sunday – Odyssee 2020 CW11

Müde bin ich. Zu viel Corona, zu viele Politiker die sich profilieren und zu viele Bürger, die überreagieren, sei es mit Hamsterkäufen, oder panischem Verhaltens-Handwerkzeug, weil es endlich wieder etwas zu retten gibt; die ZU’s regieren wieder die Welt; eigentlich tun sie das ständig; die Menschen kommen ja gar nicht mehr zu Atem – dabei weiß doch jeder, dass schwache Organismen……nee, komm, hör auch; ich hab darauf kein Bock mehr.

Interessiert niemanden. Alle rennen der Hysterie hinterher; in so einer Situation erreicht man die Vernunft des Rennenden nicht mehr – kannst nichts machen – musst stattdessen warten, bis er aufhört zu rennen und der Fluchtreflex wieder aussetzt; daher boykottiere ich an diesem Sonntag die „Corona-Schwangere“ Medienlandschaft und rufe den MAD Sunday als Gegen-Bewegung aus, um Müßiggang, Humor und Lebensfreude zu fördern.

Seit Kurzem habe ich ein Komboloi – oder griechisch korrekt ausgesprochen müsste ich eigentlich Kobeloi schreiben; das ist so eine kleine Kette mit Kugeln dran, die zur griechischen Herrenausstattung zählt; seit diesem Tag, hat mein einen Leben Sinn; jetzt kann ich völlig hemmungslos herumsitzen und den Müßiggang pflegen; niemand wird mich mehr komisch ansehen; nie wieder wird es für meine im Müßiggang ungeübten Mitmenschen den Anschein erwecken, dass ich nichts tue; ich kann mit diesem Kettchen herumspielen, brauche keine Fingernägel kauen und muss nicht ständig Wein trinken und Zigaretten rauchen, dass man den Anschein erweckt, ein rauchender Alkoholiker zu sein; eine wunderbare Sache, genau das Richtige für den MAD Sunday.

„Wieso nennst du den Sonntag eigentlich MAD Sunday?“

„Weil es irgendwie besser klingt als „Müßiggang-Sonntag“…..!“

„Aber das hat ja inhaltlich nichts miteinander gemein?“

„Das gilt ja Derzeit für vieles, oder nicht?“

„Dann ist deine neue Bewegung sehr missverständlich……“

„….natürlich, soll sie ja auch; sich in Zeiten wie diesen um den Müßiggang zu kümmern, der schon seit langem vom Aussterben bedroht ist, kann Manchem als Böse erscheinen, also BAD, ganz besonders, weil die europäischen Allgemeinheiten zur gleichen Zeit den Wettlauf gegen den bösen Corona-Virus beginnen; einer muss solange die Fahne hochhalten für den Müßiggang, weil er sonst auch dem COVID-19 zum Opfer fällt. Und das wäre eine Katastrophe, weswegen ich mir Verstärkung besorgt habe, um seinem Schutz ernsthafter nachzugehen – ein Komboloi. Jetzt sind wir zu zweit!“

„Und was empfiehlst du…?“

„Ausharren, gut essen und trinken und viel schlafen; dann wird man schnell wieder gesund und bleibt es meist auch relative lange…..“

„Klingt nicht so anspruchsvoll…!“

„Na dann um so besser…lass mich wissen, ob du meiner MAD Sunday Bewegung folgen willst, okay…?“

„…..ich denke darüber nach; eigentlich klingt es ganz vernünftig….“

„Finden wir auch….“

„Wir…?

„…mein Komboloi und ich….!“

„Achso….dann bis bald ihr zwei…“

„Tschüß…..!“

 

COVID-19 & Fridays For Future – Odyssee 2020 CW10

Die Wissenschaft ist tot – lang lebe die Wissenschaft! Früher, so vor etwa 2000 Jahren hatten wir ein gutes Dutzend solcher Wissen-Schaften; heute haben wir viele Hundert. Grundsätzlich glaube ich daran – was sich statistisch nicht beweisen lässt, weil uns dafür eklatante Grundlagen und Unterlagen fehlen – dass wir seit den letzten 2000 Jahren, schreibt zweitausend mal hin! – eine Menge Wissen geschaffen haben. In der jetzigen Neuzeit soll sich das Wissen angeblich alle fünf Jahre verdoppeln. Man stelle sich das mal vor, wohin mit all den Büchern, all den Schriften, selbst wenn viele von denen elektronisch daherkommen – ein Wahnsinn!

Grundsätzlich bin ich ein Riesenfreund der Wissenschaftler – bin ja selber einer – weswegen mir das wahrscheinlich leicht fällt. Was mir in der heutigen Szene fehlt, ist der übergeordnete Schirm, die übergeordnete Wissenschaftliche Instanz, unter dem sich alle einfinden und die das Sprachrohr für alle ist, es sein sollte – die Philosophie. Früher waren eben solche übergeordneten Dinge darin enthalten wie zum Beispiel Stattengründung, Lenkung oder Definierung einer Staatsform, wie es zum Beispiel Lykurg für Sparta getan hat.

Wenn man heute Allgemein-Mediziner, erfahrene Virologen, ein paar Biologen, Psychologen und Mathematiker, mit Ausrichtung auf Statistik in einen Raum sperren würde und sie mit dem Thema COVID-19 fütterte, könnt ihr sicher sein, dass es unterschiedliche Ansichten gibt; jedenfalls hoffe ich das. Die Mediziner würden vermutlich genau das empfehlen, was gerade um uns herum passiert.

Bei Biologen sähe es eventuell schon anders aus, besonders wenn er sich um welche mit Ausrichtung Umweltschutz und Umweltzerstörung handelte; Psychologen dürften sich bei der derzeitigen Medien-Situation seit Jahren schon die Haare raufen und Fingernägel kauen; es ist gesichert anzunehmen, dass sie weniger breitflächigere Hysterie als vorteilhaft für das Krankheitsbild sehen dürften, da der Placebo-Effekt negativ wie positiv funktioniert.

Und der Mathematiker und Statistiker?

Ganz sicher, würde er sich den Zorn der anderen aufhalsen; eventuell könnte er einen Wein mit dem Psychologen trinken gehen, wenn die anderen ihm nicht zuhören, doch der Reihe nach; der Mathematiker würde sich ein paar Statistiken ansehen, zum Beispiel die verschiedenen Influenza-Epidemien und Pandemien. Bei der sogenannten Spanischen Grippe, im Anfang des 20.Jahrhunderts, sind angeblich viele hundert Tausende gestorben.

Mit der Zeit schrumpften die Todeszahlen der verschiedenen Influenza-Formen, wenngleich ich hier unterstreiche, dass ich nicht vergleiche, sondern nur ein paar Fakten und Daten herausuche; ob man die kleiner werdenden Todeszahlen dem medizinischen Fortschritt zuschreiben kann, weiß ich nicht; dafür gibt es zu viele Unbekannte zu wenige gesicherte objektive Auswertungen. Möglich wäre es. Unmöglich ebenfalls.

Angeblich sind bis heute 3500 Menschen an COVID-19 gestorben, vermutet man, weil es keine gesicherten und objektiven Erkenntnisse gibt; wie viele Verkehrstote gibt es pro Jahr? Wie viele Tote, durch Alkohol und Medikamente? In den USA sterben pro Jahr 700.000 Menschen durch medizinische Fehldiagnosen; man könnte auf den Gedanken kommen, dass die noch lebten, wenn sie nicht zum Doc gegangen wären.

Pro Jahr sterben 12,4 Millionen Menschen durch Umweltverschmutzung – was genauer gesagt, 25% aller Toten auf diesem Planeten ausmacht – an unserem Verhalten ändern wir dennoch wenig, wenn man mal von der „Fridays-for-Future-Bewegung“ absieht – wenngleich man daran erinnern muss, dass die „Ansteckung“ durch Umweltverschmutzung deutlich größer ist, als die Wahrscheinlichkeit einer möglichen Virenübertragung.

Wenn Fluglinien die Pleite droht, weil Menschen zuhause bleiben, wenn eine derartige Wirtschaftliche Kettenreaktion losgetreten wird, um die Anzahl der Toten einzudämmen, deren Ableben nicht nachgewiesener Maßen vom COVID-19 herrühren sollen – dann stelle ich mir nur die Frage, in wessen Interesse ist all das?

Du, lieber Allgemein-Mediziner – was ist dein wahrhaftiges Ansinnen? Gibt es wissenschaftlich nachgewiesene Erkenntnisse, die so eine geschwinde Reaktion, zwecks Eindämmung, erfordern? Oder ihr, Virologen und Biologen, was ist eure Motivation? Warum hört man bei Umweltschutz niemals auf Wissenschaftler und bei theoretisch möglichen Epidemien und Pandemien ist es genau umgekehrt? Warum hinterfragt niemand all die Einschränkungen unserer Freiheit und Demokratie, die wir im Namen von Sicherheit und Gesundheit hinnehmen?

Seit 911 wird jeder am Flughafen wie ein Schwerverbrecher behandelt, abgesehen davon, dass wir die Inhalte unserer Kulturtaschen Vierteln und in Plastiktüten hineinzwängen müssen, sowie eine Reihe anderer wunderschöner Dinge; niemand stellt übermäßige Polizeianwesenheit in Frage, wenn man uns erklärter Weise vor Terrorismus beschützt; wer stellt sich hin und fordert „weniger Sicherheit“, der gefühlten Freiheit zuliebe? Wer stellt sich hin und fordert mehr Nonchalance beim Umgang mit Viren? Also, nochmal: In wessen Interesse ist all das?

Ich habe eine Theorie entwickelt; mit ihr erkläre ich mir all die aktuellen Geschehnisse; seitdem verstehe ich den tieferen Sinn, den höheren Zweck – es könnte wie folgt aussehen:

Greta und die „Fridays-for-Future-Bewegung“ haben erkannt, dass Gier die stärkste Triebfeder des Menschen ist; sie haben daher auch erkannt, dass man mit Umweltschutz und dem damit drohenden Tot niemanden hinterm Herd vorlockt; daher haben sie durch weltweites Crowd-Funding von engagierten Umweltschützern eine Firma in China beauftragt, „etwas“ zu tun, dass den Flugverkehr reduziert, sowie die Menschen mehr zuhause bleiben lässt, womit letztendlich die Umwelt aufatmet.

Sollte es so sein, müsste man darüber diskutieren, wie legitim so etwas ist, wenn Staaten im gleichen Atemzug Kriege wegen Öl und anderer wirtschaftlicher Gründe führen, sein es Schurkenstaaten, oder authentische Autokraten, die unter dem Vorwand von Terrorismus die Demokratie in ihren Ländern de facto abgeschafft haben.

Sollte all das, meiner Fantasie entspringen und die Wahrheit schlicht jene sein, die mir vor der Nase herumschwirrt, wo Schulen, Büchermessen und Großteile aller Interkontinental-Flüge ausfallen, sowie erste Wirtschaftsanalysten, die aus meiner Sicht genauso hysterisch wie Virologen sind, vor großen Wachstumseinbrüchen warnen, was unsere Realität geworden ist, dann haben ein Großteil von uns ihren gesunden Menschenverstand zugunsten der Medien, insbesondere der Digitalen, in den Ruhestand geschickt, sowie sich in einen unfreien, rein ängstlich reagierenden Reaktionär verwandelt, dem man alles auftischen kann, was den Medien gut und billig erscheint, weswegen wir uns alle die Frage stellen dürfen:

Wer regiert hier eigentlich?

Wenn Wissenschaftler und Politiker nur noch reagieren – wer handelt, agiert hier noch? Unsere Medien-Mogule rund um den Globus? Eine handvoll CEO‘s großer Firmen, vorzugsweise in Silicon-Valley und Seattle? Am Ende ein paar Oligarchen, die sich 95% des Gewinns untereinander aufteilen, während die kleinen Zahnräder im Getriebe brav weiter-funktionieren? Ist das so? Oder ist auch das ein weiteres Produkt meiner Fantasie? Völlig unwichtig, ob und wie diese Frage beantwortet wird:

Wünschenswert empfände ich Wissenschaftler, die nicht Erster sein, sondern „wissenschaftlich bedacht und nachgewiesen“ handeln – wieder einmal, ich sage nicht, dass sie es nicht sind – vertreten durch ein Philosophen-Sprachrohr, als Supervisor, der, wie Lykurg zu seiner Zeit Innovatives erschaffte, einen Stadtstaat, der ohne Mauern auskam, mit einer interessanten Mischung aus Senat, die 30 der Geronta und einer Doppelkönig-Führung, um für Stabilität zu sorgen, die uns – ca 2500 Jahre später – abhanden gekommen scheint, weil wir uns heute von Datenmengen überwältigen lassen, weil wir glauben alles wissen zu wollen.

Sicher ist nur eines, nämlich das ich weiß, dass ich nichts Weiß…..

Wieviel Angebot von etwas oder nichts ist gesund?

Wieviel belastet mich, macht unfrei?

Make Love not War…..peace!

Kundenservice & Apéro – Odyssee 2020 CW09

Gestern habe ich ein TOP-Case gekauft – genauer-gesagt, habe ich eins bestellt – und wenn ich ganz genau bin, mein Zweites. Natürlich muss ich das ein wenig erläutern, weil sonst jeder denkt, der Tango hat einen nicht unerheblichen Sprung in der Schüssel.

Alles fing im Oktober an. Völlig beseelt kaufte, will sagen, bestellte ich mein Erstes und holte es wenige Tage später ab, inklusive dem notwendigen Montagekit – die üblicherweise recht kräftig ausfallen, weil man in so einen Koffer ne Menge Kram reinbekommt.

Nicht nur, dass ich irgendwie mehrere Wochen brauchte, mich der Sache anzunehmen – meine Uhren ticken grundsätzlich etwas anders, was man schon daran merkt, dass ich bei gutem Wetter nie auf die Idee komme, ein Topcase zu montieren, wenn ich stattdessen mit Freunden einen Apéro im Sonnenlicht einnehmen kann, ihr versteht was ich meine?

Da wir in Toulouse bis Ende November angenehme Temperaturen haben, kann man höchstens fragen, warum ich mein erstes Topcase – ist es eigentlich der, oder das Topcase? Keine Ahnung – im Oktober kaufen musste, wenn ich von all diesen Schwierigkeiten weiß. Jedenfalls, stellte ich im Dezember fest, dass er nicht passte – schöner Mist!

Also wieder alles zusammenpacken und – wohlbemerkt, auf dem Motorrad – zum Händler gebracht. Abenteuerlich, ist das einzige passende Wort, als ich mit Panzertape anfing das Ding auf dem Sozius festzumachen. Doch als ich bereit war, fing es an zu regnen, weswegen mich eine plötzliche Lustlosigkeit befiel, alles abschnallte und wieder in meine Wohnung brachte.

Meistens ist der Dezember ein düsterer und feuchter Monat, weswegen man wenig draußen macht – in meinem Besonderen Fall kann ich Gleiches auch für Drinnen sagen. Ich schiebe alles von mir und mache wirklich auffällig weniger als bei gutem Wetter, was darin mündete, dass mein Topcase viele Wochen im Winterschlaf vor sich hinschlummerte, bis mich im neuen Jahr eine ganz hinterhältige Art von Blitz-Aktivismus befiel, der mein Fünf-Mast-Vollschiff, mit vollen Segeln zum x-ten Mal zu MAxxess segeln ließ, wo ich unter reichlich Körpersprache den absurden, aber sehr lebensechten Fehlgriff der Belegschafft erklärte, mir einen unpassenden Montagekit verkauft zu haben, der vermutlich für alle Modelle geeignet ist, nur leider nicht für meins.

Gestern war es dann tatsächlich soweit – ich konnte nach vier Monaten tatsächlich mein Topcase zu Maxxess bringen, welches man ohne Querelen zurücknahm und mir ein Neues bestellte – was mich mit so viel Freude erfüllte, dass ich sprachlos nach Hause fuhr und mit meiner Freundin – ihr ahnt es – einen Aperetif zur Feier des Tages einnahm.

Zwar ist das neue Topcase noch nicht da und auch noch nicht montiert – und wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich noch gar keine Ahnung, wie sich das in Wirklichkeit anfühlt, eines zu haben, aber ich ahne, dass es an der Zeit ist, mich daran zu gewöhnen – es könnte vermutlich noch ein paar Monate dauern, bis ich es montiert hab, weil nämlich durch den Klimawandel alle Bäume und Pflanzen mehr als einen Monat eher blühen, weil es Einiges früher warm ist, weswegen wir noch eher als sonst draußen sitzen, um unseren Apéro einzunehmen, weswegen – naja, ihr ahnt es.

Abschließend kann ich wiedermal feststellen – der Umzug nach Toulouse war eine logische Folge, wenn man dem Müßiggang konsequent frönen will und seinen Tag mit reichlich ungetanen Dingen pflastern kann, dass sich jede Stunde zum Bersten mit gewaltigen Haufen Unerledigtem füllt, bis man vor lauter Verzweiflung zum Apéro greift, der ein wahrer Lebensinhalt sein kann, wenn man nicht gerade vor hat, Topcases an Motorräder zu schrauben.

Ich sage es ja schon seit Jahren – im Süden ist man viel besser auf den Klimawandel vorbereitet, weil man ihn schlicht und ergreifend aussitzt, so wie alles hier, was nicht nach Apéro, Essen & Amour klingt.

Damit es nicht in Vergessenheit gerät, empfinde ich es als wichtig zu erwähnen, dass ich immerhin seit vielen Monaten Bereitschaft signalisiere, ein Topcase anbringen zu wollen, wohlbemerkt, wenn ich eines hätte, was passen könnte – ihr merkt es, nicht wahr? #

Wohin man auch sieht oder geht, überall spürt man die großen Veränderungen des Klimawandels – er hat so tiefgreifende Folgen, dass wir zwei Monate mehr draußen sitzen und noch mehr Apéro einnehmen müssen, was am Ende die Frage aufwirft, wie man all die vielen Dinge schaffen soll, wenn einem der Klimawandel so viel Zeit klaut, wie, frage ich euch?

Interessant fand ich die Reaktionen im Freundeskreis, als sie hörten, dass ich offensichtlich nach vier Monaten noch nicht einen Schritt weiter gekommen bin – unendlich zahlreich die Ratschläge, wie ich mich zu verhalten hätte, wenn ich zu spät damit zurückkomme, um meine Reklamation nach so langer Zeit zu platzieren – wie angenehm, als die Leute von Maxxess nicht einmal davon geredet haben, geschweige mich nach solchen unsinnigen Dingen wie Verpackungsmaterial zu fragen, nach dem in Deutschland ganz sicher insistiert hätte.

Hier in der fünften Republik jedoch, hat man ein Recht, auch nach über vier Monaten noch kein Topcase angeschraubt zu haben, weil man vom Alltagsstress übermannt, erschöpft an einem Bistro strandet und seine Tretmühle, für wenige Stunden abstreift, um einfach mal fünfe gerade sein zu lassen, was mich an mein Motto erinnert, mit dem gezielten Nicht-Abarbeiten meiner langen Liste, sofort anzufangen.

Es gibt einfach zu viel nicht zu tun – man muss sofort damit beginnen, wer weiß wie lange man dazu noch Zeit hat, bis jemand mit einer weiteren Langweiligkeit um die Ecke kommt und dich von den lebenswichtigen Dingen wie Müßiggang abhält, natürlich von einem Apéro untermalt.

Santé!