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Trocken – Odyssee 2024

Ich hätte gern 10 große, weiße, langstielige Lilien! … Sehr gerne! … Sie kaufen immer nur Lilien, nicht wahr? … Ich lache, um nicht zu antworten … Sie sind Holländer? … Fast! Bin aus Deutschland … Bo-bo-bo, das ist aber gar nicht das Gleiche …

Hat natürlich Recht …

Wieder lachen, um nichts zu Erwidern … Vermutlich hat er vergessen, dass er diese Aufführung mir schon mindestens ein Dutzend Mal dargeboten hat … Er könnte den Spaß um Österreich und Schweiz erweitern … Besonders Österreich …

Wegen der Landschaftsmaler …

Habe daher auf mein traditionelles „Aus Hambourg, was nicht wie Deutschland ist … so wie Paris, dass nicht für Frankreich steht“ verzichtet … Danke, das macht 65,50€ … Gerne, mit Karte bitte …

Bip-Bip-Bip-Bip-Beeeep …

Draußen schien die Sonne … Ich trug meine zwölf Freundinnen nach Hause … Zwei bereits Offene schenkte man mir … „Les jardins d’Ozenne“ … Klingt schöner als „Blumenhändler“ oder alternativ „Blumengeschäft“ …

Schon beim Beschneiden …

und Aufstellen verströmen die weit gespreizten Blütenblätter der frühreifen Zwei ihren betörenden Duft … Einfach umwerfend! … Jedes Mal aufs Neue … Eine Woche trocken … Genau das entschied ich, beim Blumenkauf letzten Samstag …

Musste mal sein …

Einfach so … Für mich, für dich, für alle … HUK Coburg … Disziplin ist wichtig im Leben … Bei Allem! … Wir können nicht ständig alle Zügel schleifen … Huch! Sag ich das? Du meine Güte! … Obst, Tee und Gemüse … Sind wieder beste Freunde …

Pause …

mit Côtes-du-Rhône, Minervois, La Clàpe und Côtes de Duràs … Spazierengehen, Laufen … Frühjahrsputz … Karottensaft statt Wein … Find die Idee gut … Sonntag Buch und Sonntagsstory … rackern im Tagebau …

Abends Tageslichtlampe …

Statt leuchtender Erdbeernase … Gegen 21:30 kochen … 22Uhr Abendessen mit französischer Doku … Charlemagne, erster Europäer und sein Octagon in Aix-en-Chapelle … Vielen als Aachen bekannt … Goldener Schrein, Gewalt, Mord und Totschlag, Helden …

das Übliche …

zum Einschlafen Céline … von Schloss zu Schloss … Gegen Mitternacht fielen mir die schwerer werdenden Augen zu … Montag! … Morgendlicher Frühsport … Haferflocken, Karottensaft und Basenpulver mit Viktor Schauberger Wasser …

Anschließend Broterwerb …

digitales Lochen, knicken heften … An der Stanze stehen … Am Hebel ziehen … Stundenlanges Aufeinander einreden … Rechthaberei überall … keiner weicht nur einen Millimeter von … Kommt nicht in Frage! … seinem Standpunkt … Bald gingen mir Worte & Lust aus …

Lust & Worte …

Langeweile ließ mich König der Einwortsätze werden … Kopfschütteln, stempeln, aus-checken … Abends mit Milch nachschenken … 3h Stunden am Buch arbeiten … dann Pastinaken und Zwiebeln … man schneidet die Rübe in kleine Würfel …

schmort sie 15min in Olivenöl und gibt dann kleingeschnittene Zwiebeln … 10min zusammen … Fertig! … Großartig mit dem passenden Tee … Nee Eigenkreation … Nelken, Ingwer, Earlgrey, Curcuma und Milch …

Ein Hammer! …

Dazu zweite Hälfte Karl der Große … Hat angeblich die gemeinbildenden Schulen erfunden … Und Napoléon Bonnaparte inspiriert … Vorm Einschlafen wieder Céline in Sigmaringen … Dienstag! … Gleicher Rhythmus …

An der Stanze stehen …

danach, Miete überweisen … Dann Berufung nachgehen … Ein Gedicht, plus 3h am Buch schreiben … Schneckengang, Mikroben-Leben … 22:00 Spaghetti Carbonara … Vorm Schlafen letzte Seiten Steppenwolf … Dann Abflug! …

Mittwoch!

Boah! … Frühsport mit Hampelmann, Liegestützen und ein paar andere Kinder von Turnvater Jahn … Zeit vergeht nicht im Wurmloch … Keine Ahnung warum … Mittagessen mit Kumpel … Sushi mit Meeralgen, Stäbchen und stillem Wasser …

Bin ein wenig stolz auf mich …

Und mit wenig zufrieden … Danach Spaziergang durch die Stadt … Süßkartoffeln, Karottensaft, Griechischer Joghurt und Parmesan kaufen … Dann Ablage und Staubsaugen … Muss mich mehr bewegen … Welch ein Vorsatz …

Was man alles muss …

Und sollte! … Sonnenschein und Lilien … Dunkelheit mit Tageslichtlampe … 1 Poem, dann 2h Buch … danach Sellerie mit Zwiebeln und Kurkuma … Gleiche Zubereitung wie Pastinaken … Abend-Doku mit Louis Katorze …

Anschließend Céline, n’est-ce pas? …

Departure um Mitternacht … Donnerstag Broterwerb von zuhause aus … Mittags Spaziergang … Telefonat mit Frau Mutter, kurzer Blick auf meine Whatsapp-Nachrichten … Los doch! Gleich beantworten …

Und weiter geht’s …

Endlich kam der Ersatzakku für meine kleine Teufel-Box per Post … Karottensaft zum Abendbrot … Davor Schreiben, schreiben, schreiben … Hin und wieder zu den sich öffnenden Lilien schauen, lächeln, seufzen, tief einatmen, wieder seufzen …

Alle Sterne sind schon da …

Telefonat mit Ede … Er ist irgendwie müde, nicht gut drauf, scheint mir leicht angetrunken zu sein … Schwiegermutter gestorben … Alles nicht schön! … Dies, jenes plus Leben! … Manchmal ist genug einfach genug …

Mache mir Sorgen um ihn …

Auch um seine Frau … Zu wenig Sonnenlicht, noch dazu das Päckchen was wir alle zu tragen haben … Eine Weile kreisen meine Gedanken um die Beiden … Fange dann wieder zu schreiben an … Hab noch viel vor mir … Einen ordentlichen Stiefel …

Buch muss fertig …

Scheiße! … Muss ja noch das Cover gestalten … Habe keine Idee … Nur vage … Vor Mitternacht wieder mit Céline im Bett … Lift-off um 00:30 … Freitag! … Früher Morgen mit Sport … Haferflocken und griechischem Kaffe! …

Muss arten mit Laufen …

Knie ist nicht okay … Mittagessen mit Freunden … Endlich wieder Wein … Fünf Männer … Drei Alphatiere, dazu mein Kumpel und ich … wir zwei Spielen Dompteure … Macht Spaß … Drei die Senden … Zwei die zuhören … Heute ohne Honorar … War schön alle zu sehen …

Trotz Pimmelfechten …

Eine Woche OHNE rum … Ging leichter als erwartet … Keine Schwierigkeiten, im Gegenteil … Habe ohne Wein viel mehr Energie … Welch Überraschung! … Abends bei den gleichen Freunden vom Freitag … Diesmal alles zivilisierter … Nur Bier und Wein …

Ohne Beton …

Eine Woche im Paradies … mit preußischer Disziplin … Man schafft so viel mehr … Muss das ein paar Wochen durchhalten … Dann ist bestimmt mein Buch fertig und Platz für Neues … Wie wäre es mit einem Buch voller Gedichte … Dazwischen …

Wütende Bauern …

Daneben – Odyssee 2024

Kopfüber sprang ich in die feuchte Nacht … Spaltpilze gesellten sich zu meinem Kopf, der voller loser Fetzen hing … Wüstensand stürmte hinter meinen Augen … Wir saßen bei Freunden … Hatten ein paar Weinflaschen gekillt … Bald wechselten wir zu harten Sachen …

Drehten Musik auf …

Wir zählten Sterne bevor wir sie sahen … Wechselten Themen … Rein und raus, hin und her, ein herrliches Chaos … dann griffen wir zu Gras … schon lachten wir uns kaputt und hangelten uns von einer Story zur nächsten …

Immer weiter und weiter ging es …

Schon dachten wir daran unsere Sachen zu packen … Wir wollten nach Griechenland, direkt über‘s Mittelmeer … mit einem Auto, dass wir per Kopfdruck zum Tragflächenboot verwandelten … Voll krass! … Wir träumten von Hellas, seiner schönen Landschaft …

und schafften es kaum auf Klo …

Irgendwann landeten wir bei Politik … Trump, Nato, Europa und Putin … leidenschaftliche Reden hielten wir … Über Obdachlose und Ungerechtigkeit in der Welt … Ich gab die Story zum Besten wie mein Vadder sei‘m Kumpel mit der Kettensäge das Bein abschnitt …

Warum Trump in Wahrheit gut ist …

Wieso Urin von männlichen Löwen die aggressivste Flüssigkeit ist … Warum erhängen besser als verbrennen ist … bunte Ideen und Träume kleisterten unseren Abend voll … Unter an der Garonne schliefen Sternensucher selig unter Brücken ….

Paris sucht die 6.Republik …

Beteigeuze gibt es wirklich und ist keine Erfindung von Douglas Adams … Leonidas von Sparta war in Wahrheit stock-schwul, faul, schlecht in der Schule und schmierte seine Popel schon in der ersten Klasse unter den Tisch …

Seine Affäre mit Xerxes …

hielt man geheim … Wahrheiten wie diese sind schwer verdaulich … Besonders bei südeuropäischen Machos … So erfand man diese völlig überdrehte Geschichte mit den Thermopylen … 300 Spartaner gegen 10.000 Perser …

Ist richtig …

Sowieso, die Geschichte der Menschheit … Pyramiden, Osterinseln, Jesus, die griechischen Götter, Babylon und seine Sprachverwirrung … schnell kamen Chemtrails … Alles erstunken und erlogen! Überhaupt! … Maria Magdalena und Jesus … Nordkorea und Putin …

China und Russland …

meine arme Mutter, die seit 40 Jahren Blumen und Vasen malt, ihr Smartphone nicht bedienen kann, dafür die Gräber der Eltern und Urgroßeltern bei Wind und Wetter pflegt … Vater, der vergisst, dass er Mitte 80 ist …

tapfer Auto fährt …

einen Brief pro Monat an die Gemeinde schreibt … Entweder wegen der Raser … oder wegen Radfahrer, die sich nicht an 30 halten … oder wegen der späten Müllabfuhr, der neueingeführten Regensteuer … und vermutlich nicht selten aus Langeweile …

Mein tapferer Kumpel F.

der im AK-Altona die Welt rettet und aus dem Staunen nicht rauskommt … wie die Kluft „Arm & Reich“ … „Büro & Malocher“ größer werden … Gentrifizierung, Krankheit aller Großstädte … Alles wird teurer, sicherer und gesünder … Gott sei Dank …

Was für ein Glück …

In Toulouse fahren über-morgen keine Autos mehr … Zeitumstellung … Sommer.- und Winterzeit … Abholzung des Regenwalds am Amazonas … Wegen Rindfleisch … Futter statt Bäume … Bald gibt es keine Bienen mehr …

Dann ist der Bock fett …

Dann helfen weder Elon Musk, Markus Söder & Fritze Merz … Hoffentlich sind wir bis dahin alle abgesoffen … Wir bohren immer dickere Bretter … Gerade fahren wir mit unserem High-Speed-Boot an Korsika vorbei … Aus den Boxen die Doors mit dem Ende …

da geschah es …

Meine Freunde hissten die weiße Fahne … Heut war ich nicht kaputt zu kriegen … Meine Gastgeber krabbelten in die Koje … Ich taumelte die Wendeltreppe herunter … Mein rechtes Knie war immer noch im Eimer … So eine Scheiße …

Wo kamen eigentlich Schmerzen her?

Wie wlde Tiere, aus dem Zoo ausgebrochen, hastete ich durch die toten Straßen … Keine Ahnung was ich suchte … oder wie spät es war … Überall Friedhof … Totentanz … In meinem Kopf donnerten Bässe … Trump schreit Scholz zusammen …

Wir welken immer weiter …

Ein Sternenkreuzer vom Imperium brachte mich nachhause … Irgendwie kam ich meine Treppe hoch … Kuwait hat wenig mit der Ukraine gemeinsam, obwohl die Worte mich an siamesische Zwillinge erinnern …

Es geht immer weiter …

Menschen laufen unter 2h Marathon … Bremen hat Hochwasser … Wilders hat Haar.- und Ausländerphobie … ein wenig Faschismus hat noch niemandem geschadet … Nur weil man Patriot ist, muss man ja nicht jeden Gruß herausbrüllen …

Am nächsten Morgen …

sendete ich ein erstes PING zu den Sternen … erfreut wach und am Leben zu sein … ohne die leiseste Ahnung … tja, was soll’s … mein Katerjammer hielt sich in Grenzen … Ich kroch aus den Federn … Kaffee, Karottensaft, Morgentoilette …

Alles wie immer …

alle Genies und Freaks schienen noch da zu sein … die griechischen Götter sein Dank … Wenn die USA endlich einen eigenen Hitler hätten, dann kämen sie ins „Next-Level“ bei ihren imperialistischen Spielchen …

Schaun mer Mal …

Ach, den gibt es auch nicht mehr … Tapfer dreht sich die Erde weiter … Sie lächelt von unten herauf, die Sonne von oben herab … Beide haben ’nen Mordsspaß mit uns Menschen … Aufbauen, um zu zerstören …

Von einem Imperium ins Nächste …

Nur echte und wahre Heiterkeit hilft … Ein Lied pfeifend ging ich die Rue Mage runter … biege am Ende bei der Schwulen-Schule von Thomas von Aquin ab … Sonnenschein … was für ein Leben … „palimm-palimm“ … schon stehe ich im Blumenladen und kaufe …

weiße Lilien …

Masochistan – Odyssee 2023

Peter Handke verstehe ich immer besser … Keine einzige Geschichte ist erzählt! … Immer kreist man drum rum … Fliegt drüber hinweg … Niemals kommt man zum Kern … Zum faustischen Pudel … Es scheint uns unmöglich, etwas wahrhaftig aufzudecken! …

Trotz Sprache und Kultur …

Versuchen wir deswegen alles in „gut“ oder „schlecht“ einzuordnen? … Differenzierungen? … Komplexität? … Uneindeutigkeit? … Graubereich? … Damit fühlen wir uns unwohl … Können wir nicht alles in Sieger und Besiegte aufteilen? …

Ginge das? Bitte?

Lieblingsbeispiel Frankreich & Deutschland … Sadist trifft auf Masochist … Der Maso schreit laut „Schlag zu!“ … und der Sadist antwortet säuselnd … „Okay, aber langsam!“ … Nee, im Ernst! … Die zwei Länder sind Spitze! …

Mein absolutes Traumpaar! …

Darunter machen’s die beiden auch nicht! … Kennt man beide ein wenig … Hat dort womöglich gelebt … Tut es vielleicht sogar immer noch … Dann ist man nicht selten ratlos … Mindestens einmal pro Woche geht es mir so …

Man will sie zur Paartherapie jagen!

Wenn man die Zwei ein wenig kennt, ist man sich eines lieben Tages nicht mehr sicher, ob die Einladung zum Dinner etwas Angenehmes, oder was Bestrafendes hat … Mr. Und Mrs. Smith sind dagegen ein Witz …

Auch ohne Geschichtsbücher …

Jüngstes Beispiel … Goethe-Institut … Schon jetzt, nach nur einer Woche … gehen die mir auf den Wecker … Beide! … Teutonias Presse lässt keine Chance aus, zuzutreten, sobald‘s Sichtbarkeit gibt … Und die Medien-Landschaft in La France macht Gleiches …

Mit Deutschland …

Während man innerhalb Deutschlands immer schuldig ist … selten hebt man den Kopf, sobald man die Landesgrenze überschreitet … Ist La France mit sich im Reinen … Eigentlich macht man alles richtig … dabei haben die reichlich Themen zu stemmen …

Ich sag nur „Grüne Atomkraft“

Überhaupt … die Geduld die man mit den Krauts haben muss … Während Deutschland sich mit der Peitsche geißelt, den nagelbesetzten Metallgurt von Opus Dei fester spannt … Schaut sich Falbala selbstverliebt im Spiegel an …

Wieso ist das so? …

Wenn eines der drei großen Medien-Uboote … wie in diesem Fall die Süddeutsche … die Guillotine aus dem Museum holt … und in derartiger Schärfe zuschlägt, dass Annalena sich noch heute dreht, als hätte Bud Spencer zugehauen …

dann schäme ich mich fremd …

Nicht wegen der Wahrheit, die aus allen Poren quillt … dass man seitens Goethe-Institut hätte geschickter kommunizieren können … ohne das Emmanuel dem armen Olaf wieder an den Ohren zieht … was übrigens auch einiges über Macron sagt …

Sondern, wegen Unverhältnismäßigkeit!

Ein Aufschrei! … am Ende des Beitrags schreibt der liebe Nils Minkmar, „Dieser Beschluss des deutschen Außenministeriums ist eine kulturpolitische und strategische Katastrophe.“ … Gibt es nicht Wichtigeres? … Rüstung, Verteidigung, Europa …

Daher ist seine Wortwahl irritierend …

Ganz besonders in Anbetracht dessen, was gerade so in der Welt geschieht … Und besonders, wenn man die Sache betrachtet … Es gelingt dem lieben Nils nicht, neutral und objektiv aufzuschreien, sondern stattdessen höchst emotional und aufgebracht …

Ähnlich wie Ulrich Wickert …

Nun ja! … Vermutlich klingt es merkwürdig … aber irgendwie erinnert mich das Goethe-Institut an Kohle-Industrie in Deutschland … Wie sagt man’s ihnen höflich? … Wenn alle Goethe-Institute so, oder annähernd so sind, wie das in Bordeaux …

Dann gibt’s ein Problem!

Es heißt Jugend! … Zählt man mit Mitte Fünfzig zum jüngeren Durchschnitt, darf man sich nicht wundern, wenn X/Y/Z & A-Generationen nicht kommen … Man kann sehen, warum … Klar sind alle nett da … Aber auch aus der Welt gefallen … Irgendwie …

So wie La France …

Ich sag nur „Recycling“ und „Grüne Kernenergie“ … Wenn man sich um andere europäische Länder … andere Kontinente kümmern will ist … das legitim … ungeschickt vorgehen, Veränderungen nicht smart kommunizieren … ohne sie anzukündigen …

ist ärgerlich …

Leider kommt es häufig vor zu … Einverstanden! … Doch wenn man selber eine markige gewalttätige Sprache verwendet, um anderen eins auszuwischen … Um zu dominieren! … Um zu siegen! … Immer zeigen muss, wer Chef im Ring ist …

der ist leider auch anstrengend …

Der Klassenschläger ist nicht cooler, als der schüchterne Brillenträger, den er immer verkloppt … Man wünscht sich, dass die schüchterne Brillenschlange Karate lernt und der coole Schläger irgendwann eins auf die Nase bekommt …

Mir geht es jedenfalls so …

Wenn ich Nils‘ und Ulrichs Aufschrei höre … dann stelle ich mir die Frage, worauf die beiden reagieren … Haben sie sich ein Bild gemacht, wie das Goethe-Institut unterwegs ist? … Haben sich beide einen Überblick verschafft, wie das GI Ziele verfolgt?

Ich vermute nicht …

Wenn ich darüber nachdenke … als unbekannter Niemand … dass hier zwei top-ausgebildete und erfolgreiche Journalisten … die zum 5% Anteil in Deutschland und Frankreich in Sachen Einkommen zählen, wie französische Journalisten und Politiker …

Worum geht es dann eigentlich?

Eventuell nicht um die Sache … man könnte sich eingeladen fühlen zu denken, dass sich die zwei wie Populisten verhalten … Sie machen Lärm, treten nach Berlin aus, besonders in Richtung Grüne … teilen uns ihren Unmut mit … scheuchen auf …

Entschuldige, Nils: Du schreist auf …

Leute! … Kriegt euch mal wieder ein! … Glättet Wogen, statt Benzin ins Feuer zu schütten … Wir haben zur Zeit weiß Gott genug Brandherde … Dann noch im Goethe-Institut zündeln? … Im Ernst? Die sollen modernisieren … noch dazu bestärkt man

als Lehrer keine Klassenschläger!

Macht man nicht … Ist ein moralischer Rück.- statt Fortschritt … Oder steckt mehr dahinter? Gegenseitige Angriffe stärken Rechte und Faschisten auf beiden Seiten … Will man das? Lasst uns miteinander arbeiten und menschliche Fehler eingestehen …

Lasst uns aufhören, einander zu verurteilen …

Es gibt eine zu große Differenz zwischen Alltag und seiner Sprache und dem, was wir von Medien und Politik vorgesetzt bekommen … Wie viele Deutsche Bürger kennen das Goethe-Institut? … Wie viele Bürger driften Richtung Armut ab? In beiden Ländern, übrigens …

Gibt viel Gemeinsames anzupacken …

30.Juli – Hawaii – Odyssee 2023

Hab jetzt Urlaub … ich grübelte lange, was machen, wohin und so … bin irgendwie unschlüssig, auf der einen Seite würde ich gerne weg, auf der anderen Seite ist Klimakrise und mein schlechtes Gewissen.

Vor mehr als 30 Jahren entschied ich

niemals in die USA zu reisen … viele meiner Freunde rieten mir, dennoch hinzufahren … atemberaubend, Landschaft, Frisco, Kunst, Detroit, Los Angeles, New-York, diese Weiten etc. …. ich kann aus ethisch-moralischen Gründen nicht hin …

ist ‘ne lange Geschichte …

als Standardantwort, um das Thema in Unterhaltungen höflich abzuschließen, sag ich Dinge wie … die US-Amerikaner und ich haben unterschiedliche Werte … das klingt seriös … meist kommen Antworten zurück wie …. das es auch andere Länder gibt, auf die das eventuell zutrifft …

leichten Fußes bejahe ich das immer …

mit einem ähnlich schmerzhaftem Lächeln, wie mein Deutschlehrer, wenn er mir eines meiner Diktate wiedergab, in dem ich gerade mal … ausreichend war … vor 20 Jahren weitete ich mein Reise-Embargo auf Gesamt-Asien aus … Russland und Türkei folgten …

ich war meiner Zeit voraus …

in den letzten Jahren wuchs die Liste weiter an … bis … ja, bis am Ende nur Europa übrig blieb … leicht fiel mir das nicht … einer meiner großen Teenager-Träume war ja das magische Hawaii … nicht nur wegen Surfen und TV-Serie Magnum …

doch selbst mit größtem Seufzen …

musste ich eingestehen, das es in diesem Leben wohl nichts mehr mit meiner Hawaii-Reise wird … nicht nur, weil die Inselgruppe von den USA annektiert wurde … weswegen sie automatisch unters Embargo fällt … dazu kommt noch, dass ich Flugreisen länger als drei Stunden vermeide …

weswegen ich ein Freund von Direktflügen bin …

einer meiner Erklärungen und Verteidigungen gegenüber Freunden ist, dass es mein Europa-Solidaritätsbeitrag ist … manche lachen … obwohl es mir ernst damit ist … ich zahle gerne für anderer Leute Arbeitsplätze,

solange ich‘s mir leisten kann …

Vor 25 Jahren hatte ich dann Glück … Hawaii kam zu mir … ich saß in Breidscheid bei Adenau, im Herzen der Hocheifel … ich war mit Wissenschaftlern unterwegs … wir erforschten das ländliche Leben in der Hocheifel, die „früher“ …

als Armenhaus Deutschlands galt …

wie das Leben vom lokalen Tourismus beeinflusst wird … welche Auswirkungen angepasstes Verhalten und Kommunikation auf geistiges Wachstum, sowie Partnerschaft haben … unser Labor stellten wir im Gasthof „Zum Hannes“ auf … es gab hier eine wunderbare Mischung geeigneter Probanden …

Bei Single-Frauen / Männern aller Altersklassen …

sah es anders aus … hier wird es mit zunehmendem Alter schwieriger … der osmotische Druck, oder Unterdruck, je nach Betrachtung … in dieser Gegend … eine Kombination aus sozialem Status, äußerer Attraktivität, Haardichte, sowie Bekanntheitsgrad … nimmt exponentiell zu … weswegen Exemplare dieser Gruppen

kaum auffindbar sind …

Single-Frauen / Männer über 40 … sind sogar so schwer zu finden, dass wir mit attraktiven Studentinnen bewaffnet dazu übergingen, uns in den Ortschaften durch zu klingeln … Gott sei Dank wurden wir glückliche Opfer Mütterchen / Väterchen Zufalls …

wir saßen gerade zu Tisch …

auf der Terrasse des besagten Gasthofs „Zum Hannes“, der sich vor einigen Jahren mit dem passenderen Namen „Bistro Cockpit“ umbenannte, der seine Restauration damals selbst „Schnellrestaurant“ nannte … eine Bezeichnung, die ich nie wieder sah … es war gegen Abend, zwischen 19 und 20 Uhr …

ich aß Gourmet-Schnitzel …

Trank ein lokales Pils … da kam unser Eifelprinz angeflogen … hagere 1,88m hatte ihn die Natur hochschießen lassen … blutarm arbeitsscheu, so wie wir … selbst die äußerst eng geschnittene Jeans hing ihm wie eine luftig flatternde Gardine um die dünnen Trommelstöcke, die Mediziner als Beine identifiziert hätten …

dunkelblond, mit Schnurrbart …

eine Mischung aus Bismarck, Hindenburg und Lemmy Kilmister von Motörhead … halb nach hinten, zur Seite gekämmte Haare … wir konnten nicht eindeutig identifizieren, ob es Pomade, Gel, Schweiß oder Haaröl war … oder eine Mischung aus Allem .. seine Bürste kringelte sich wie Schweineschwänze, wenn es ihnen gut geht …

unbeschreiblich lange Arme …

wunderbar blass und dünnhäutig, wie man es nur bei Leptosomern findet … man meinte das Blut durch die transparente Haut in den Adern pochen zu sehen … Körperfettanteil unter acht Prozent, flüsterte ich … Schultern breit wie die Hüfte …

vielleicht Mitte vierzig …

große pockennarbige, leicht gerötete Nase … salatblattgroße Ohren … grau-blaue verträumte Augen, die verzweifelt Punkte in der Unendlichkeit suchten … sorgfältig gereifte mäandernde Äderchen auf beiden Wangen, die ans Zweistromland, oder ans Flussdelta des Nils erinnern …

in der rechten Hand …

eine elegante lange weiße Zigarette der Marke Dunhill Menthol … und … als Krönung von diesem unbeschreiblichen Ensemble … ein farbenfrohes Hawaii-Hemd … weswegen wir ihn ab sofort „Hawaii-Hemd-Ede“ oder „den Hawaiianer“ nannten …

nach gleichnamigem Roman von Mario Puzo …

leise, still, geradezu unsichtbar schwebte er an uns vorbei … stellte sich unauffällig in die Schlange vor der Theke, die zum Selbstservice einlud … äußerst praktisch … nickte kaum merklich der Bedienung zu … sprach keinen Ton …

selbst dann nicht …

als man genauso verschwörerisch ein 0,33er Königsbacher Pils über den Tisch schob … zwei Tische neben uns Platz nahm … trotz luftiger 15 Grad trug ich eine Jacke überm Pullover, während unser Hawaiianer …

mit seinem buntbedrucktem Fetzen Stoff …

verzweifelten Widerstand gegen die frische Waldluft leistete, die sich zum Abend die Hänge herunterwälzt … ganz bei sich und seinem Pils, nippte er das bauchige Fläschchen leer … ein zufriedener Gesichtsausdruck breitete sich langsam auf seinem durstigen und müden Gesicht aus …

das Zittern seiner Hände …

ließ nach, als er das zweite Bierchen leerte … was waren wir erleichtert, diese Frohnatur untersuchen zu dürfen … Totenstille herrschte auf der Terrasse … unser Eifelprinz war der Nabel der Welt  … lange beratschlagten wir, was er essen könnte … Wetten wurden abgeschlossen …

Currywurst Pommes lag vorne …

ganz eindeutig … nach der vierten Flasche Königsbacher ließ ich die Ohren hängen, während der vollbärtige Psychologe neben mir zufrieden lächelte … seine Erfahrung aus der Suchtberatung ließ ihn messerscharfe Diagnosen ausstellen … er war sich seiner Sache sicher … so kam es …

und wir sahen, dass es gut war …

wie sich unser Hawaiianer neu anstellte, um das nächste Fläschchen zu empfangen … unermüdlich, präzise wie ein Metronom, den ich hasste aufzuziehen, bevor mein Gitarrenlehrer mich belehrte … wie Big-Ben in London, der zur Tea-Time ruft … wie die Rolex Yacht-Master am Arm von Giovanni Agnelli, als er zu Lebzeiten sein Segelboot „Agneta“ durchs Mittelmeer manövrierte

und gegen Mittag Champagner servieren ließ …

mit eben dieser Zuverlässigkeit verspeiste unser Eifelprinz seine sieben Königsbacher … knabberte an einer Schachtel Dunnhill-Menthol, mit weißem Filter, die in Eleganz den sorgfältig in Schatten gehaltenen Extremitäten unseres Hawaiianers in nichts nachstanden …

den wir mit Begeisterung dabei beobachteten …

wie er die Flaschen … ähnlich wie seine Katze, die wir für die Haare auf seiner Jeans verantwortlich machten … sanft anstuppste … wenn die Finger seiner untätigen Hand … nichts trugen … mit nichts spielten … wenn er das Etikette der Flaschen liebevoll streichelte … wie Krystian Zimerman …

der seinen Flügel bei Beethovens …

fünftem Klavierkonzert sachte berührt … wie er dazwischen mit den Fingern sanft, geräuschlos auf der Klaviatur des Plastiktischs spielte … vom Trommeln ins rhythmische wellenförmige auf.- und ab-bewegen der Finger wechselte …

als zeichneten sie das nicht anwesende Mittelmeer nach …

bis die Zeit reif für den nächsten Schluck war … alle Flaschen drehte er behutsam … wir vermuteten, um jeglicher Erwärmung seiner langliedrigen Finger vorzubeugen … unsere Messreihe ergab eine Präzision, die über Stunden nur Sekunden abwich …

mit Hochachtung schrieben wir Berichte …

überglücklich, ihn jeden Tag begrüßen zu dürfen … doch stellte sich bald heraus, dass er nicht, wie vermutet zur Kategorie Single-Mann über vierzig zählte, sondern im Gegenteil … verheiratet zu sein schien … was unsere Auswertung durcheinander brachte … eines Tages sahen wir ihn Hand-in-Hand mit seiner Braut spazieren gehen …

doch diese Beobachtungen teilen wir ein anderes Mal …