Ich könnte kotzen!

Diese ewigen ego-getriebenen Rangeleien unter Politikern, Firmen, Ländern und zukünftigen Potentaten – wie in allen vorhergehenden letzten Jahrtausenden! Ja, ich weiß – meide Politik und Religion, man verbrennt sich nur die Finger – aber offensichtlich ist das auf Dauer auch keine Lösung, wenn sich der Scheiß nicht von alleine einrenkt.

Wie ist das bloß möglich, dass nach Zeiten, voll von Liberalität und Freiheit, die Menschen immer wieder nach der gleichen eisernen Faust schreien, wie eh und je – nach den gleichen Archetypen wie in all den Jahrhunderten und Jahrtausenden davor – immer und immer wieder? Man begreift es nicht, dass der vermeintlich moderne und halbwegs aufgeklärte Mensch nicht erkennt, dass er die Quelle seiner eigenen Misere ist.

Wie ist das bloß möglich?

Wieso kauft nach wie vor jeder Deutsche seinen Volkswagen, obwohl diese Firma alles andere, als dem Volk Gutes tut, geschweige Gutes zum Fahren gibt? Wieso bleibt der Deutsche Stammkäufer, obwohl er als Kunde zweiter oder dritter Klasse behandelt wird, ohne Aussicht auf Entschädigung? Wieso begreift er nicht, dass man Kunden aus den USA bevorzugt behandelt?

Tut mir leid – aber in meiner Welt ist es eine Schmierenkomödie. Schlimm ist nur, dass sie von der Regierung stillschweigend geduldet und daher indirekt unterstützt wird – viel schlimmer finde ich jedoch, dass es trotzdem funktioniert. Der Deutsche beklagt sich nicht. Ich lebe in Ironien; das Land liegt am Sarkastischen Meer.

Wo ich gerade von Bundesregierung rede: Was für ein Saftladen – egal ob Seehofer, die ewige Bekämpferei der AfD, wo jeder Schuljunge begreifen kann, dass es die nur gibt, weil Rot und Schwarz programmlich zusammengerückt sind, dass man sie nicht mehr unterscheiden kann und deswegen ein Vakuum hinterlassen haben –– oder Flüchtlinge. Ein einziger Bordelle. Übernehmt mal Verantwortung, ihr treulosen Heinis!

Ja, treulos – wie sonst soll man Volksvertreter nennen, die Selbiges nur noch fiktiv vertreten, weil jeder in seinem bescheuerten Slum sitzt – egal ob gülden, oder camouflage-farben – ist alles die gleiche Soße, immer der gleiche Mechanismus – man bleibt halt unter sich – die Reichen in ihren und die Armen in den ihrigen Vierteln. Und wirklich keiner rafft sich auf, um die Welt der Anderen zu begreifen, geschweige in ihr zu leben.

So bleibt alles schön wie es ist – dabei mag ich gar nicht daran denken, wie es in wirklich unterdrückten autokratisch-geführten Ländern zugeht – nicht auszudenken. Dagegen ist Deutschland ein Paradies. Kein Wunder, dass sich dort manche Menschen das Leben nehmen. Wenn man das Land nicht verlassen kann, stattdessen unter fadenscheinigen Gründen weggeschlossen wird und Lichtjahre von freiem Denken und freier Meinungsäußerung entfernt ist, dann kann ich mir gut vorstellen, dass man dann irgendwann wieder fester an Wiedergeburt glaubt, egal wie sie aussehen mag.

Vielleicht ist es genau das, was uns in Deutschland fehlt – eine Streitkultur, die um unsere Werte kämpft, die nicht gewähren lässt, dass Moral und Ethik von Egomanen unterwandert wird, mögen sie auch noch so eloquent in leeren Anzügen daherkommen. Vielleicht ist es genau das, was jetzt kommen muss – Bewegung in uns Menschen, damit wir die Angst überwinden, Verantwortung für’s eigene Leben zu übernehmen und wirklich hinterfragen, damit wir unser eigenes Leben führen und nicht ein Übergestülptes.

Entschuldigt meine politische Eruption – aber das musste mal raus.

 

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