Vaffanculo – Odyssee CW50

Zu viel Zeug’s schwirrt mir in der Birne rum – keine Ahnung wie es die Anderen aushalten, aber ich schenke zur Zeit nach. Im Ernst, ich kann den Scheiß kaum noch aushalten. Von Ertragen wollen wir überhaupt gar nicht reden. Aushalten ist nämlich in Wahrheit wie Anhalten und genau da bin ich schach-matt. Ich kann nicht mehr. Anhalten im Besonderen. Ständig muss ich mich entleeren. Wirklich. Ertragen schon noch, aber nicht mehr anhalten. Unmöglich. Zorn, ist mein Ventil. Keinen blassen Schimmer, wie es die anderen machen. Mir bleibt nur schreiben und nachschenken.

Völlig irrelevant ist es, womit man anfängt. Man landet sowieso in einer Sackgasse. Fragen tue ich mich nur, warum ich den Eindruck habe, warum ich alleine damit bin. Ist so wie Schulranzen packen. Man kriegt mächtig was rein, mehr als man braucht. Schlussendlich schaukelt man mit weichen Knien durch die Gegend und fragt sich, was der ganze Scheiß soll. Antworten habe ich keine. Aber einen Sack voll Zorn. Besser machen kann ich nicht. Aber anders. Verdammt noch mal. Egal was es ist, wirklich jeden Kram würde ich anders machen. Zumindest versuchen muss man es.

Nur wo soll man anfangen?

Seit Jahren arbeite ich an meinem Hauptwerk, in dem es um genau das geht. Um alles. Klingt abgedroschen, oder wage. Gar elitär. Egal wie man beginnt, im Grunde hat man schon verloren. Doch womit willst du beginnen? Im Grunde hast du kaum eine Chance. Fängst du mit den Menschen an? Ihren Werten? Oder ihrer Gesundheit? Ist nicht so sexy, oder? Vielleicht mit anderem Kram? Keine Ahnung. Was schreibt man über einem Volk, dem alles egal ist? Viel bleibt da nicht übrig. Wie ist es mit Arbeit? Vielleicht Partnerschaft oder Bildung. Gar Freizeit? Von Kultur will ich gar nicht erst beginnen.

Stell dir vor, du hast einen Schluckauf und kennst jemanden, der ihn dir wegnehmen kann. Doch entgegen dem, was wir üblicherweise machen / tun sollten – wie zum Beispiel bei nem Plattfuß, wo du den Reifen wechselst, gehen wir eben nicht – Betonung auf „nicht“ – zum Meister, der uns den Reifen wechselt, sondern, wir gehen zu jemandem, der die Software up-dated. Warum machen wir das? Wir wissen es nicht besser? Wir haben keine Ahnung, was man bei nem Plattfuß oder Schluckauf tut? Naja – vermutlich wollen wir, dass er weggeht, oder nicht?

Mit so einem Plattfuß lässt sich schlecht fahren. Egal wo du ihn hast. Hinten ist es besonders schlimm. Man kann kaum eine Kurve fahren. Nur in Schleichfahrt. So will man ja nicht lange fahren. Das nervt total. Für zwanzig Kilometer brauchst du doppelt oder dreimal so viel. Mürbe macht das. Lange hält man es nicht aus, sollte man meinen. In Deutschland schaffen wir das seit Jahrzehnten, sogar ohne dass wir es merken. Nur was machst du, wenn der Fahrer nicht merkt, dass er einen Platten hat? Ganz genau, einfach vorfahren und hoffen, das er nicht ins Schleudern kommt, wenn du vorüberfährts.

Und genau das, tue ich jetzt. Augen zu, oder besser gesagt, Augen auf und durch. Alles andere kostet zu viel Zeit. Hier habe auf dem Blog habe ich zu wenig Zeit und Muße, um so ein komplexes Thema anzugehen. Natürlich versuche ich mein Bestes, um tagein und tagaus eine halbwegs passable nach Vorne gewandte Person zu sein. Doch das ist einfacher gesagt, als getan. Ständig eckt man an. Zumindest ich.

Wie es anderen geht weiß ich nicht. Mir jedenfalls geht es an die Nieren. Auf der Felge fahre ich schon seit Monaten. Helfen oder fragen tut natürlich niemand. Warum sollte ich also darauf näher eingehen? Ganz genau.

Einfach nachschenken, heißt die Devise…..

 

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