Was zählt – Odyssee 2026

Es mag die Grantler und Meckerpötte stören, es mag ihnen eventuell sogar nicht gefallen, wenn man sie davon abhält, schlechte Laune zu haben und behalten … es ist kaum zu glauben, zuweilen klingt es fast esoterisch, nach Räucherstäbchen und so, ausgerechnet jetzt, in Zeiten von Krieg, Zerstörung, aber es gibt auch Sonne und viel

Schönes im Leben.

Gestern morgen … meine erste kleine Moped-Tour 2026 … ich wollte endlich nach Fox … lautsprachlich besser bekannt als „Foah“ (korrekt=Foix) … eine Kleinstadt am Fuße der Pygmäen, pardon Pyrenäen … zum Sonnenhöchststand wollte ich dort in der Mittags.- / Nachmittags-Sonne sitzen … 1,5h Fahrt bei bestem Sonnenschein über die …

Route-Naßßionallh.

Was für ein blauer Himmel … „verdammt noch mal, schau dir das doch mal an … man ist das schön“, dachte ich ungefähr 28 bis 156 Mal … „noch dazu dieser Duft, der die Luft so süß frühlingshaft schwängert“ … dabei dachte ich nun aushnahmsweise mal nicht an meine hoch-schwangere

Freundin A.

das soll nebenbei erwähnt sein (schwanger von R. ihrem Partner, nicht von mir, nur Freundin, nicht Partnerin) … sondern vielmehr reichlich satt und feist geschwängert, vom betörenden Duft der vielen wild sprießenden Mimosas … sobald ich das Visier öffnete, strömte, waberten jene herrlichen

Wellen

um Nase und Geist herum, dass ich wirklich für ein paar Sekunden dachte, im … man mag es kaum sagen … Himmel, oder dem Paradies zu sein … Flüsse plätschern fröhlich vor sich hin, weil sie es können und wollen, gar Lust dazu haben … Vögel zwitschern um die Wette, Schafe und Kühe kauten zufrieden …

saftiges Gras,

man konnte, verdammt, lass den „man“ mal weg … ICH bekam einen regelrechten Kitsch-Schock, von all der frühlingshaften Schönheit, mit seinen Farben, Düften und Formen … und ich mitten drin, der mit seinem Moped gemächliche Bahnen zieht … in Fox angekommen, traf ich durch Zufall meine

Bekannte A.

Wer hätte das gedacht … wir plauderten, tranken Café … sie klagte mir zwar ein wenig ihr Leid … kein Kunststück, wenn man wie Kumpel F. in Hamburg im Krankenhaus arbeitet und die allgemeine Situation im Gesundheitswesen nicht nur beobachtet, sondern – kennt … aber die gute Laune ließen wir uns nicht nehmen,

im Gegenteil!

Einstimmig feierten wir den Moment, unser erstes Sonnenbad im Frühling 2026 gemeinsam zu nehmen … zwei Stunden später zog meine zweirädrige Milleniumfalkin mit Namen „Fette Elke“ wieder ihre Bahnen … mit mir im Sattel und der absoluten Gewissheit, einen seltenen, ganz besonderen Moment von absoluter

Freiheit zu spüren.

Weder hatte ich Termine … noch drängten sich irgendwelche Imperative vor, in der Hoffnung gepflückt, oder gar, im schlimmsten Fall, blind, am Besten, automatisch ausgeführt zu werden … Weder Fernsehprogramm, noch sonst etwas, drückte mir auf die Drüsen … es war herrlich … irgendwann gegen 17 Uhr kam ich wieder

in Toulouse an.

All die frische Luft … die Mimosas, das viele Vogelgezwitscher, die schöne Landschaft, einschließlich meiner Bekannten A. … sowie die Rückfahrt, bei frühlingshaften 15 Grad, ließen mich zufrieden Strahlen und bemerken, dass ich Durst auf ein frischgezapftes Bier hatte … fix umgezogen, stromerte ich

im letzten Sonnenschein

durch die zum Bersten gefüllte Altstadt von La Ville Rose … alle Kneipen und Bars mit Sonne waren, wie war es anders zu erwarten, blieben auch mit dem Aufsetzen einer freundlich-fragenden Miene, zum Bersten gefüllt … keiner machte Anstalten zu gehen … also ab ins London-Town … dort hatten sie mein …

Lieblings-Stout,

Genesis … flott bekam ich dort ein erstes Pint in die Hand und stellte mich raus … und siehe da, draußen hing ein Fernseher … Six-Nation-Cup Rugby … noch dazu Wales gegen Schottland … sofort musste ich ein Foto an meinen schottischen Kumpel D. schicken, mit dem ich bei gleichem Event vor ein paar Jahren in

Hamburg

furchtbar abgestürzt bin … natürlich war ich nicht alleine, wir standen in Gruppen und einzeln herum, während ich gedankenverloren, ohne es zu merken zwei Parkplätze auf dem Seitenstreifen besetzt hielt … mitten drauf stand ich, während ich mein Stout trank und über die wortgewaltigen Ausführungen meiner Franzosen

lachte,

bis mich einer fragend ansah … mir ging es zu gut, um was zu begreifen … irgendwann lächelte er mich an, schon suchte ich nach Feuerzeug, Zigaretten, oder irgendetwas, was er mich in wenigen Sekunden fragen dürfte, als er mit dem Finger an mir vorbei auf ein Auto zeigte, dass seelenruhig auf die

Erleuchtung

Meines Geistes hoffte, um einzuparken … sofort verstand ich … sah das offene Fenster an der Fahrertür und rief dem Lenker nebst Insassen zu „Entschuldigung … vielen Dank für die Geduld!“ … worauf der Mann mit Freude zurückstrahle „wer Bier trinkt und Rugby sieht, ist im Himmel, für den hat man selbstverständlich

Verständnis,

ist doch ganz normal“ … lachte er zum Schluss, parkte ein … ließ seine etwas grummelig, griesgrämig aussehende Beifahrerin aussteigen … ein paar junge Franzosen glaubten sie als seine Frau zuordnen zu können und sparten nicht mit kräftigen Kommentaren, während sich alle gemeinsam ebenfalls einig waren, dass die anderen

2 Damen

Schwiegermutter und Tochter gewesen sein durften … Als sie an uns vorbeizogen lächelte und nickte er mir noch mal zu, wünschte mir einen angenehmen Abend und zog mit seinen drei Ladies von dannen … mich ließ er staunend zurück, mit einem dicken Kloß im Hals, voller Rührung und Ergriffenheit.

1000

und ein freudiger Gedanke sausten per Achterbahnen im Kopf herum … Konnte ich soviel Freude empfinden? Noch dazu so leicht? Da stehe ich Rugby schauend in den Straßen von Toulouse, während dieser Mitbürger und Autofahrer es schaffte, mühelos alle Geduld der Welt bei sich zuhause zu finden, um ohne hupen zu warten,

ohne forderndes Gespräch

ohne irgendetwas für sich und seine Fahrgäste einzufordern … einfach darauf zu hoffen, dass ich irgendwann ein wenig bei Seite ginge … und nicht nur das … selbst auf meine Entschuldigung hin, noch Verständnis und ein freudiges, müheloses authentisches und wahrhaftiges freundliches Lächeln …

mir zu schenken!

„JA!“ … begann mein Über-Es erhaben, voller Überzeugung loszudonnern … „es gibt Krieg, Mord und Totschlag da draußen … ungleich verteilten Reichtum, Ausbeutung, Armut, fiese Krankheiten … eine unendlich lange Liste von anderen Problemen, wie Klima, Wasser und Abholzung und vieles mehr …

ABER:

auch unglaublich viel leuchtende Beispiele für Hoffnung, Solitdarität, Brüderlichkeit und Menschlichkeit und mir sollen, verdammte Axt! … alle den Buckel runterrutschen, die die Menschheit bereits aufgegeben haben!“ … dieser eine Autofahrer, der freudestrahlend wartete, sein Auto ohne Hektik parkte …

in Frieden,

„he made my day“, dachte ich … „auf keinen Fall“, so ging es weiter … „werde ich zulassen, dass mich Zorn, Wut, Unzufriedenheit, sowie Angst und Erwartungen, samt sämtlicher unbefriedigter Hoffnungen, nebst Gelüste und Wünsche anderer Menschen mich kapern und herunterziehen …

„Niemals!“

Halbvoll bleibt mein Glas … egal wie viele Schwierigkeiten, Probleme und Krisen kommen … irgendwie geht es immer weiter … mit einem Lächeln, mit guter Laune, von innen heraus, aus Überzeugung, nicht als übergezogenem Roboter Mantel … nur so, gelingt alles leichter, ein wenig besser … „self-full-filling-prophecy“ … in guten, aber gerade, ganz

besonders, in stürmischen Zeiten …

aber hallo …

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