AI / KI – Odyssee 2026

Wirklich alle meine Freunde nutzen AI … und das regelmäßig … für alles, egal ob im Job, Beruf oder privat … haben Babyboomer und jene davor und danach, manche bis Baujahr 1980, wenn sie auf dem Land großgezogen wurden … früher im Neckermann, oder Otto-Katalog geblättert,

um Inspiration,

oder sonstwas zu finden (heimliches Blättern zur Frauen-Reizwäsche war Pflicht) … hat sich heute, der Katalog in eine Fragen beantwortende Weltbibliothek verwandelt … Heute fragen wir die AI alles, egal ob es Rezepte sind, die mein total vernetzter smarter Thermo-Mix vorschlägt, während ich meine

nächste Reise

nach Collioure, Getaria oder Mallorza mit AI / KI buche … oder beruflich meine neue Software von ihr programmieren lasse, die ich meinen neuen, oder altbekannten Kunden verkaufe … sowie, die ungefragten Vorschläge und Angebote die mir „das Google verseuchte Internet“ vorschlägt … von Treppenlift, Hörgeräten, bis

Partnerbörsen,

für den Herren ab 50 ist alles dabei … lediglich Pampers für Erwachsene, sowie günstiger Zahnersatz fehlen noch im Sortiment … ich stell mir das so vor, wie eine voll digitalisierte Weltbibliothek, bei der der leitende Bibliothekar den Kontakt zu mir herstellt und ihn hält, wie er mich sogar immer besser und besser

kennen lernt,

bis er mir Bücher, Dinge, Orte, Kochrezepte ungefragt vorschlägt, weil er beobachtet hat, dass ich Sonne, Frauen, kräftige Rotweine und Langeweile mag … und ehrlich gesagt, sind seine Vorschläge meistens gut … beim Schreiben von Gedichten lasse ich den lieben Welt-Bibliothekar natürlich raus, weil mir ja sonst die

therapeutische Wirkung,

nebst Entspannung und meditativer Wirkung flöten geht … sicher, die Nutzung der AI bietet viele Möglichkeiten, nehmen wir mal in der Medizin … nie wieder dürfte man jene Therapien in den aktuellen Katalogen wiederfinden, die statistisch schlechter als andere abschneiden … zum Beispiel, nehmen wir

die Chemo-Therapie

bei Krebspatienten … wie groß ist die statistische Chance auf Heilung? Global? Und dann pro Spezifika? Brustkrebs, oder Prostata, Lunge, Haut, oder oder oder … oder Bandscheibenvorfälle … wie viele werden fälschlicherweise operiert, werden Wirbel gezielt versteift, fixiert … bestimmt kann man die

Liste unendlich

fortführen … wenn nicht, tja, wenn nicht bei Allem wieder rein ökonomische Gedanke im Vordergrund stehen würden, inklusive meiner privaten Zeiteffizienz … oder andersherum gefragt: kann mir AI / KI beim „Slow-Life“ und „Slow-food“ aktiv helfen? … Und was wäre, wenn ich gar keine Fragen mehr habe? Worauf sollte AI / KI mir dann

letztlich antworten?

Nicht falsch verstehen … regelmäßig nutze ich Gemini, zum Beispiel, wenn ich Meetings mit Verlegern und anderen aus der Buchbranche mache … das ist praktisch, weil ich mich auf unsere Gespräche, mögliche Vereinbarungen und Antworten konzentrieren kann … die AI erschaffenen Notizen müssen allerdings,

wirklich alle,

korrigiert und editiert werden … meist bleibt von dem ursprünglichen Text kaum etwas übrig, der Aufwand ist sehr groß, wenn man ehrlich ist … bestimmt gibt es Unterschiede zwischen Gemini, Claude und Mistral … ich kenne sie nur noch nicht, aber das ändert sich bestimmt bald, weil mein Kumpel T. mich beispielsweise

zu Claude

eingeladen hat … als in den 80igern Commodore 64 und die erste Spielkonsole von CBS mit „Looping“ und „Mario-Brothers“ Einzug in unsere Kinder.- und Wohnzimmer hielten, da leuchteten unsere Augen genauso wie dann später beim Internet und heute bei der AI / KI … welch leuchtende Verheißung, als wäre es

etwas Heiliges,

ein Vehikel der Vorsehung … natürlich finden sich kritische Meinungen und Mahner genauso ein, auch solche, die kulturelle Unterschiede in Verständnis und Anwendung erläutern, erklären … Gert Scobel und Markus Gabriel, um nur zwei von ganz ganz vielen zu nennen … Wie groß der mediale Einfluss

heute durch AI / KI ist

mag ich nicht einzuschätzen … in wieweit AI / KI Wahlen und andere Entscheidungen beeinflusst, genauso wenig … Tatsache ist, dass er da ist … nehmen wir nur mal die TikTok Präsenz der AfD, die als erster im deutschen bürgerlichen Parteien-Altersheim die Zukunft erfolgreich

eingeläutet hat.

Und mal ganz ehrlich, so unter uns: Habt ihr mal Interviews von Lars Klingbeil und Philip Amthor gesehen, gehört? … Wer von den unter 50 jährigen KANN die noch wählen? … Selbst wenn die super Typen wären, der Ruf ihrer Partei, inklusive angestaubter Wähleransprache, befördert sie direkt ins

Museum für Geschichte,

wo all die vielen Schwarz-Weiß Bilder hängen, inklusive jene, mit den rot-weiß-schwarzen Armbinden … keine Ahnung, warum mich das Thema so umtreibt … ist es meine Aversion gegen Hysterie und Hype? … Oder mein Skeptizismus gegenüber voker Sprache und political correctness? Keine Ahnung … was ich weiß ist, dass mein Paket

aus Griechenland

seit über einer Woche in Toulouse herumgefahren wird, ohne das es ausgeliefert wird … ich weiß, dass die Schadensregulierung meines Mopeds seit bald 4 Monaten läuft, ohne zu wissen, ob mein Nachbar und Verursacher der Grund ist, oder die Versicherung selbst … während uns im Internet

hohe Geschwindigkeiten,

inklusive exorbitant, ja traumhaft hohe Renditen und Gewinne vorgeträumt werden, findet in MEINEM Leben das krasse Gegenteil statt … alles hat sich verlangsamt, wird täglich noch weiter runtergebremst, egal ob es das Treffen von Entscheidungen ist, oder das nackte Abarbeiten von Dingen … wir machen immer kleinere, immer

kleinere Schritte,

alles wiederholt sich beim nächsten Mal, man fängt jedes Mal fast bei Null an und verabredet einen neuen Termin, obwohl man gerade seit über 1h zusammensitzt …   Straßenverkehr? Überall kommt er zum Erliegen, keine Ahnung wie Leute noch mit dem Auto zur Arbeit kommen … über die Pünktlichkeit

der deutschen Bahn

brauchen wir besser nicht mehr reden … doch all das, sorgt nicht dafür, dass mir der Kamm schwillt und das ich jetzt nach dem eisernen Besen schreie, mitnichten … meine Theorie ist, dass wir alle unbewusst sehr wohl Entschleunigung suchen – und – dass wir sie uns nehmen und sie bekommen,

egal ob auf Straße,

Internet, bei der Post, Bahn, auf dem Amt, oder in der eigenen Stube … vielleicht ist alles auch ganz anders als ich denke … vielleicht ist es auch nur eines der ältesten menschlichen Phänomen, mit der eigenen Lebenszeit – in Wahrheit – nichts anfangen zu können … ohne einen Sinn oder Grund, ganz nach den Gedanken von

Konstantinos Kavafis,

der in seinem großartigen Gedicht „Die Barbaren kommen“ jene menschliche Irritation beschrieben hat, was es zu einem meiner Lieblingsgedichte macht … daher hier im Anhang genau jene, seine Zeilen … abschließend kann ich, mag ich nicht aussprechen, was ich wirklich denke … es ist zum einen nicht relevant,

zum Anderen,

ist es nicht sonderlich interessant … es hat ja Gründe, warum man nach so und so vielen Wiederholungen zu schweigen beginnt und sich, wie in Athen, zum Schachspielen, Backgammon, oder Kartenspielen verabredet, um in Frieden, in völliger Wortlosigkeit einen geteilten Moment von

Freiheit und Solidarität

zu erleben, bei dem weder Worte, noch sonst etwas sonderlich helfen, außer dass sie unnötig Gemüter erhitzen und aus dem Nichts Streit und Weiteres ausbricht, wovon es in der Welt schon jetzt, heute mehr als genug gibt … was können wir also tun, außer warten auf Godot? … wie wäre es mit

Essen und trinken …

L’amour toujours …

Und Müßiggang …

.

Warten auf die Barbaren – von Konstantinos Kavafis (1963 – 1933)

„Worauf warten wir, versammelt auf dem Marktplatz?

Auf die Barbaren, die heute kommen.

Warum solche Untätigkeit im Senat?

Warum sitzen die Senatoren da, ohne Gesetze zu machen?

Weil die Barbaren heute kommen.

Welche Gesetze sollten die Senatoren jetzt machen?

Wenn die Barbaren kommen, werden diese Gesetze machen.

Warum ist unser Kaiser so früh aufgestanden?

Warum sitzt er mit der Krone am größten Tor der Stadt?

Hoch auf seinem Thron?

Weil die Barbaren heute kommen.

Und der Kaiser wartet, um ihren Führer zu empfangen.

Er will ihm sogar eine Urkunde überreichen, worauf viele Titel und Namen geschrieben sind.

Warum tragen unsere Konsule und die Prätoren heute ihre bestickten Togen?

Warum tragen sie heute die wertvollen Amtsstäbe, fein gemeißelt aus Silber und Gold?

Weil die Barbaren heute erscheinen und solche Dinge blenden die Barbaren.

Warum kommen die besten Redner nicht, um wie üblich ihre Reden zu halten?

Weil die Barbaren heute erscheinen und vor solcher Beredtheit langweilen sie sich.

Warum jetzt plötzlich diese Unruhe und Verwirrung?

(Wie ernst diese Gesichter geworden sind)

Warum leeren sich die Straßen und Plätze so schnell?

Und warum gehen alle so nachdenklich nach Hause?

Weil die Nacht gekommen ist und die Barbaren doch nicht erschienen sind.

Einige Leute sind von der Grenze gekommen und haben berichtet,

Es gebe sie nicht mehr, die Barbaren.

Und nun, was sollen wir ohne Barbaren tun?

Diese Menschen wären immerhin eine Lösung …

.

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