2026 – Odyssee 2026

Es schneit immer noch in Norddeutschland … doch die Schneeschmelze hat begonnen. Mehr drinnen, als draußen … Wahrlich, es gibt zwar reichlich Schatten, mehr als genug … doch der Sonnenschein überwiegt, überstrahlt alles und jeden, wenn wir es zulassen … er strahlt, leuchtet

alles aus.

Jede noch so kleine Fuge und Ritze, jedes Loch … nichts bleibt dem Licht verborgen … doch dringt es hinein, bekommt es Einlass, wenn es vor der Tür steht? … Ein wiederkehrendes Narrativ im Leben, ganz besonders zum Jahresbeginn … Ohne es irgendwie, geschweige bewusst zu merken, haben wir

uns alle unterworfen.

Ökonomisch-kapitalistische Absichten, Routinen und Regelwerke bestimmen längst unser gesamtes Leben … ich könnte es anders formulieren: Absichtslosigkeit verspüren wir selbst kaum, so gut wie nie … Auch haben wir große Schwierigkeiten, mit ihr umzugehen … ALLES was wir tun, obliegt einer pur rationalen,

kapitalistischen Logik.

Altruismus ist heutzutage schwierig anzunehmen … ALLES was wir tun ist entweder einem Ergebnis, einem Handel, oder einer Wette auf die Zukunft untergeordnet … Niemand tut etwas, einfach wegen der reinen Freude aus ihr selbst heraus … „Ich liebe dich!“ welch großer Satz … Aber können wir sie annehmen,

gar mit ihr leben,

wenn sie ohne Erwartungen, oder gar Gegen-Erwartungen / Gegen-Leistungen daherkommt? Wenn man sie „einfach so“ erhält, wie ein Geschenk, weil jemand sich freut, weil man da ist? … Wir sind gewohnt, für alles etwas zurückzugeben … schon von Kind an … entweder sind es die Noten

in der Schule,

die Liebe der Eltern, unsere Freunde, von denen wir nicht zurückgewiesen, sondern stattdessen, idealerweise, gemocht werden wollen … Unser ganzes Leben ist Imperativen untergeordnet … Alles was wir jemals getan, bis heute tun, basiert auf irgendeinem alten und bewussten, oder unbewussten

„müsste / sollte / hätte / bräuchte“.

Rein gar nichts, mit äußerst wenigen Ausnahmen, taten und tun wir in unserem Leben, weil WIR es selbst gut finden, weil WIR schlicht und ergreifend FREUDE, GEFALLEN daran haben … Sätze wie, „Es ist schön, das es DICH gibt“ hören wir nicht oft … Sogar unsere eigenen Kinder, lernen

rasend schnell,

welche Tasten sie drücken, welches Verhalten sie an den Tag legen müssen – um zu ETWAS zu GELANGEN, oder um ETWAS zu BEKOMMEN … einfach nur so, kommt kaum, selten, eigentlich nie vor … „Ich liebe dich! Und erwarte nichts zurück“ … so etwas ist kaum ertragbar … Aber noch mal:

Warum das so ist?

Ist in Wahrheit nicht weiter wichtig … Es ist ein Fakt, unsere eigene Wahrheit, dass wir ALLE so konditioniert, so aufgewachsen, aufgezogen worden sind … In Schule und Sport gut sein, natürlich einwandfreie Manieren, höflich, den Menschen zugewandt, idealerweise dabei immer gut, smart aussehen … Klingelt es da nicht

bei uns Allen?

Natürlich gibt es bei Mädchen und Jungs reichlich Unterschiede … Man denke an den Lausbub, der mit Steinen Scheiben einwirft, dafür zwar gerügt wird, aber insgeheim, vom Vater dafür mit stolz geschwellter Brust einen ganzen Sack Anerkennung bekommt, während gleiche Tat von einem

Mädchen,

ganz andere Konsequenzen nach sich zieht, bis heute … Vermutlich bin ich deswegen so gerne Flaneur … Absichtslos herumschlendern, ohne Geschwindigkeit, Weg und Richtung zu regeln, in keiner Art und Weise einzugreifen, nach welchem Muster, Gesichtspunkten auch immer, erscheint mir eine erstrebenswerte und

sehr schöne Beschäftigung

zu sein … damals wie heute, in unserem hektischen, zeitlich perfekt durchoptimiertem Leben … Und vermutlich gibt es viele damit verbundene Gründe, warum wir unsere Katze, oder unseren Hund, so offen liebevoller behandeln, wie unsere eigenen Kinder und Partner … Man denke nur, wie wir um

die Aufmerksamkeit,

die Zuwendung unseres Tieres buhlen, nicht selten in Konkurrenz zu Partnern und Kindern … Was wir alles machen, damit ES gehorcht / handelt mit Belohnung / Erwartung … brav sein, nicht bellen, jaulen, oder miauen, wenn es uns passt … wenn wir ehrlich sind, wissen wir meistens gar nicht, was unsere

wahren Beweggründe sind,

sollte es überhaupt welche geben … denn wenn hinter jeder Handlung ein Handel steckt, irgendeine Erwartung, Hoffnung auf etwas, woher wissen wir dann, was uns wirklich gefällt, berührt gar erfüllt? … Was wir letzten Endes wahrhaftig brauchen, um ein zufriedenes Leben zu führen, um uns gut zu fühlen?

Was braucht es?

Meines Erachtens werden wir, wenn wir nicht aufpassen, von unserer europäischen, westlichen und christlichen Welt, nebst Werte und Moral, die uns tief in den Knochen sitzen, selbst aufgerieben … Unser gesamter Ansatz basiert auf Exklusivität und Ausgrenzung … ALLES tun wir, um zu den

nächsthöheren Zirkeln,

Kasten, Netzwerken dazuzugehören … Um Geld geht es uns ab irgendeinem Punkt lange nicht mehr, es ist vielmehr unserer tiefsitzende Wunsch, zu irgendeiner Elite, zu einer kleinen Gruppe Auserwählter zu gehören … Ein Ansatz, der mir eher westlich geprägt zu sein scheint, wenn man sich beispielsweise

indische & asiatische

Ansätze verdeutlicht, ohne von Kommunismus, Sozialismus, oder sonst wie politisch linkes Gedankengut mit einzubeziehen … Hat es eventuell nicht auch damit zu tun, dass wir West-Menschen, wenn wir wirklich alles, bilanzbuchhalterisch Bewerten, nebst unserer Tendenz, alles und jeden schnell zu

verurteilen,

nur deswegen gerade ethisch und moralisch dermaßen auf dem Zahnfleisch gehen, obwohl wir alles haben und besitzen, weil gerade deswegen, unser Fokus auf das stets ausschließlich Materialistische und Ausgrenzende liegt? Worum geht es uns denn, wenn wir alle Glaubens.- und Motivationssätze

beiseiteschieben?

Was motiviert uns, morgens aufzustehen und zu tun was wir tun? … Um abends müde vorm Fernseher zu sitzen, nach getaner anspruchsvoller Arbeit, dem Einkauf, Wäschewaschen, Fertiggerichte in der Mikro warm gemacht und heruntergeschlungen, Rechnungen bezahlt und uns selbst 30min Sport

abgerungen haben – WAS?

Rückblickend auf 2025 und all die Jahre und Jahrzehnte zuvor, fällt mir auf, dass ich hauptsächlich Menschen getroffen habe, die genau wussten, wo sie hinwollten … oder das Gegenteil, die wussten was sie NICHT wollten … Viele wussten gut Bescheid, wie das Leben so läuft … Oft hatten sie sogar

Antworten,

wo ich nur Fragen hatte, eher unentschlossen wirkte … Auch entdecke ich die grundsätzlich wachsende Tendenz, dass wir mit zunehmender Reife, Erfahrung immer flotter Dinge und Geschehnisse einordnen, nicht selten beurteilen, bewerten … „Natürlich! Aber ganz sicher … Jetzt, wo das passiert

ist, wird als Nächstes …“

Lupenreines Dominospiel … von wirklicher nicht verurteilender Beobachtung sind wir vermutlich oft weit entfernt, da wir unsere Werte, nebst unserer Moral, möglicherweise gut kennen und befolgen, weil wir aber unser Alltags-Gehäuse des eigenen Seins, den Wald, in dem wir uns befindenden in

Wahrheit nie verlassen,

können wir nie unser Selbst im großen Gesamtkontext sehen, einschließlich andere Menschen, aus anderen Dörfern, Städten und Kulturen … Alleine die Tatsache, dass jene, jener uns in unserem so gut bekannten Wäldchen besucht, gibt uns das Gefühl auf heimischen Boden zu stehen, damit natürlich auch

Recht zu haben,

nebst unsäglicher Tendenz, so etwas wie Leitkultur spielen, anführen zu müssen, ohne die vier dimensionale Bereicherung, Veränderung zu erkennen, die längst begonnen hat … was oft daran liegt, weil wir an Routinen und Ritualen festhalten, ohne bemerkt zu haben, dass die Welt sich längst weitergedreht und entwickelt hat,

im Kleinen, wie im Großen.

Kein Wunder also, dass rechts-konservatives Gedankengut mit wachsender Geschwindigkeit Zuspruch bekommt, während die Bedeutung der eigenen Nation und Sprache längst von viel größeren Verwerfungen untergraben und links liegen gelassen wird, als wären wir in Europa, die kranke, weiße

herrschende Rasse

was wir aus kultureller Sicht zumindest lange waren, wenn nicht, aus ökonomischer die gesamte westliche Hemisphäre hinzugezogen, es auch tatsächlich sind … das wir letztlich schnell verstehen könnten, dass wir nur erfolgreich weitermachen können, wenn sich alles sehr bald verändert, damit alles

so bleibt, wie es ist …

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